Orientalische Märchen in Marrakesch

Die GEWINN-Leserreise führte die hoch zufriedenen Teilnehmer ins pulsierende Marrakesch: in die Alt­stadt, in herrliche Paläste, in André Hellers Anima-Garten, in das Yves Saint Laurent Museum etc.

Das stilvolle Fünf-Sterne-Stadtpalast-Hotel La Villa des Orangers, in dem die GEWINN-Leser residierten (Foto: Das stilvolle Fünf-Sterne-Stadtpalast-Hotel La Villa des Orangers, in dem die GEWINN-Leser residierten)

Eine Reise nach Marrakesch ist eine Reise der Sinne. In den Souks der Stadt dominieren die Gerüche der Gewürze. Auch den Duft von Leder – hier gibt es noch Dutzende Schuster – erfasst des Menschens prägnantestes Sinnesorgan. Neben klassischen Souvenirgeschäften verbergen zahlreiche Fleischhauer und Gemüsehändler ihre Anwesenheit nicht. Diese vielen unterschiedlichen Gerüche vermischen sich mit den Abgasen von Mopeds, die sich ständig durch die Gassen schlängeln.

Verlässt man die Souks, wartet der „Djemaa el Fna“, der Gauklerplatz. Es wimmelt von Geschichtenerzählern  und Schlangenbeschwörern und den obligaten Touristen, die Fotos von Schlangen und Affen schießen. Hier ist der Geruch anfangs schwer einzuordnen, doch nach wenigen Augenblicken sieht man schon die Schnecken, die in großen Keramiktöpfen gekocht werden . . .

Knapp eine Million Einwohner hat Marrakesch. Neben Meknés, Fés und Rabat zählt es zu den vier Königsstädten Marokkos. Sie alle waren in der Geschichte des Landes einmal die Hauptstadt einer der großen Dynastien. Die Medina, also die Altstadt, ist der Hotspot für Reisende aus der gesamten Welt. Hier befindet sich etwa die Medersa Ben Youssef, eine alte Koranschule, in der seit 1960 nicht mehr unterrichtet wird und die als Museum dient. Besonders beeindruckend an ihr sind die winzigen Mosaike und Verkleidungen aus Zedernholz. Die größte Moschee ist zugleich eine der ältesten Moscheen Marokkos: Die Koutoubia-Moschee stammt aus dem Zwölften Jahrhundert, ihr gewaltiges Minarett gilt als Wahrzeichen der Stadt. Nicht-muslimische Touristen müssen sich mit der Besichtigung von außen zufrieden geben, in marokkanischen Moscheen sind nur Muslime erwünscht.

Yves Saint Laurent

In der „neuen Stadt“ liegt der botanische Garten „Jardin Majorelle“. Er wurde vom französischen Maler Jacques Majorelle vor rund hundert Jahren erschaffen. 1980 erwarben der französische Modeschöpfer Yves Saint Laurent und sein Lebensgefährte Pierre Bergé das Anwesen und retteten den Garten so vor dem Verfall. Neben den mehr als dreihundert verschiedenen Pflanzenarten, darunter mehrheitlich Kakteen, gibt es auch ein kleines Berbermuseum.

Angrenzend an den Jardin Majorelle hat kürzlich das „Yves Saint Laurent Museum“ eröffnet. Neben wechselnden Kunstausstellungen kann man hier die Werke von „YSL“ besichtigen und alles über seinen Werdegang erfahren. Von 1966 bis zu seinem Tod im Juni 2008 (seine Asche wurde im Jardin Majorelle verstreut) reiste der Modeschöpfer oft in den Südwesten Marokkos. Er sprach stets davon, nirgends kreativer als hier gewesen zu sein. Vor allem die Farben des Landes gaben dem Designer Inspiration. Das imposante Gebäude sollte ein Fixtermin bei jedem Besuch der Stadt sein.

Hellers Anima-Garten

Etwa eine halbe Stunde Fahrt entfernt von der Stadt entstand in den letzten Jahren der Anima-Garten von André Heller. Rund zehn Millionen Euro investierte der Künstler in sein Herzensanliegen. Der Geschäftsführer Peter Gallhofer übertreibt im Interview nicht, wenn er von einer „Rückkehr ins Paradies“ spricht. 38 Mitarbeiter kümmern sich um die Tausenden Pflanzen, die ausschließlich aus Marokko kommen. Die Blumen strahlen in den unterschiedlichsten Farben und die Kakteen gibt es in allen Größen und Formen. Vom hohen Atlas weht eine leichte Brise, man kann den Anima-Garten mit allen Sinnen erkunden.

Berber, Tee und über 4.000 Meter Höhe

Nähert man sich dem hohen Atlas, trifft man fast ausschließlich nur noch Berber, eine Ethnie, die in den nordafrikanischen Ländern verbreitet ist. In einem der Bergdörfer sollte man auf keinen Fall eine traditionelle Teezeremonie verpassen! Gegen Kleingeld bekommt man hervorragenden Pfefferminztee und hausgemachte Kekse. Bei Touristen besonders beliebt sind Mountainbike- und Ski-Touren im hohen Atlas. Auf seinem höchsten Punkt ist dieser 4.167 Meter hoch. Im hohen Atlas schneit es regelmäßig, dadurch gibt es an manchen Orten sogar Wintertourismus.

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