Kopfsache Innovation

Wer auf dem Markt permanent vorne bleiben möchte, muss auch im Kopf 100 Prozent fit sein. Weltmarktführer Doka setzt dabei unter anderem auf „Personal Profiling“.

Johann Peneder (1. v. li.) und das Führungsteam der Doka Innovationsschmiede mit ­„Personal Profiler“ Claudia Nuss (Foto: Personal Profiler)

Wie schaffen es Weltmarktführer, Weltmarktführer zu bleiben? Vor allem in Zeiten, wo digitale Nerds und andere Start-ups ein Geschäftsmodell nach dem anderen auf den Kopf stellen. Für Manager hochinnovativer Unternehmen ist der Druck, Erster zu bleiben, eine Herausforderung, der man sich nicht nur organisatorisch stellen kann. „Der Rhythmus der Veränderung wird immer schneller. Und jede Veränderung kann eine Chance oder eine Bedrohung sein – nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für den einzelnen Mitarbeiter“, erklärt Johann Peneder, Leiter Forschung & Entwicklung der Doka Group sowie stellvertretender Obmann der Plattform für Innovationsmanagement (PFI). Orientierung und (keine Angst vor) Offenheit im Team sind für ihn wesentliche Qualitäten, die nur dann zum Erfolg führen, wenn sie auch gefördert werden.

Kopfsache Change

Doka ist weltweit führend in der Schalungstechnik für alle Bereiche am Bau. Peneder: „Als Doka ist unser Anspruch, die unumstrittene Nummer eins und damit immer einen Schritt voraus zu sein.“ Zentral dafür zu sorgen hat Peneder mit einem siebenköpfigen Führungsteam und in Summe rund 95 Mitarbeitern im Bereich Forschung und Entwicklung. Peneder: „Mein Führungsteam und ich haben als zentraler Bereich, für Produkt- und Dienstleis­tungsentwicklung der ganzen DOKA-Gruppe weltweit, eine besondere Funktion und Situation im Konzern. Wir sind etwas weniger messbar im Vergleich zu Vertriebseinheiten und es wird ein größeres gestalterisches und kreatives Momentum erwartet.“

Auf der Suche nach neuen Impulsen für die Teamentwicklung stieß Peneder auf Claudia Nuss und ihre ES-Sense-Methode (personal-profiler.com). Nuss war selbst mehr als 15 Jahre als Führungskraft tätig (u. a. bei Österreich Werbung und WK Niederösterreich) und hat zahlreiche Ausbildungen im Bereich Business Coaching absolviert. Ihre ES-Sense-Methode basiert auf Methoden und Erkenntnissen der Gehirn- und der Quantenwissenschaft, die eine Gehirn-gerechte und Energie-effiziente Arbeitsweise zum Ziel haben“, so Nuss.
Dazu gehört etwa die Formulierung eines individuellen „Glaubenssatzes“, der die Erreichung des formulierten Ziels unterstützt – messbar, wie Studien belegen. Wesentliches Element ist zudem der „Whole-Brain-Ansatz“, bei dem mit körperlichen Übungen – beispielweise durch das entspannte gleichzeitige Verschränken von Füßen und Händen – beide Gehirnhälften aktiviert werden. Nuss: „Die Kombina­tion der beiden Gehirnhälften befähigt, komplexe Aufgaben leichter und mit Gelassenheit zu lösen.“ Komplettiert wird das persönliche Leistungsprofil schließlich durch die Analyse der eigenen Wahrnehmungskanäle und der persönlichen „Prime time“, so Nuss,
die man zur Erledigung der Topaufgaben nutzen ­sollte.

Effizient und messbar

Das Besondere an der in Modulen aufgebauten ES-Sense-Methode ist jedenfalls der geringe Zeitaufwand. Bei Doka bestand das individuelle Coaching aus viermal zwei Stunden (verteilt über neun Monate), gefolgt von einem zweieinhalbtägigen Workshop im Team. Abgerechnet wurde „nach den üblichen Stundensätzen“, so Nuss. Für Peneder jedenfalls ein überschaubarer Aufwand und einer, dessen Erfolg sich – mittels Fragebogen – messen lässt. „Nachdem wir alle Technokraten sind, wollten wir auch wissen, was uns das Coaching bringt.“
Mit dem Ergebnis ist Peneder mehr als zufrieden. Die Zielerreichung sowie auch die Kommunikation im Team konnte verbessert, das Stressempfinden deutlich gesenkt werden. Peneder: „Am spürbarsten ist, dass wir zu den einzelnen Themen eine völlig neue Kommunikation haben, bei der ohne Vorbehalte offen über Risken und Chancen gesprochen wird.“

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