Streamen du musst

Streaming boomt, die Zahl der Anbieter steigt, seit Ende März fordert etwa Disney+ mit seinem bekannten Filmangebot sowie Eigenproduktionen wie „Star Wars: The Mandalorian“ (Foto) Netflix, Amazon & Co. heraus. GEWINN vergleicht die Angebote.

(Foto: Disney+/2019 Lucasfilm Ltd.&TM)

Video-Streaming hat unbestritten seine Vorteile: Das Angebot ist vielfältig, man muss sich nicht von Werbung unterbrechen lassen und ich, der Kunde, bin Programmchef. Dafür werden monatliche Zusatzgebühren fällig, Gratis-Angebote sind eingeschränkt, meist nur in alter SD-Auflösung verfügbar (was nur bei einem Mini-Bild auf dem Handy kaum auffällt). Aber statt monatlicher Flatrate gibt’s auch wahlweise eine Leihgebühr für 48 Stunden wiederholtes Anschauen oder der Film kann auch gekauft werden, wobei das Anschauen nur auf der Plattform möglich ist.

Seit Ende März neu: Disney+

Disney+ positioniert sich mit 6,99 Euro monatlich an der unteren Preisschranke vergleichbarer Angebote von Netflix (in HD) oder Dazn mit je 11,99 Euro im Monat (siehe Tabelle in der April-Ausgabe des GEWINN). Neben der Vielfalt des Angebots ist die Einfachheit des Zugangs ein gewichtiges Argument, da scheint Disney vieles richtig zu machen. Ein Preis statt drei bei Netflix, von Vornherein die Möglichkeit, dass vier User gleichzeitig unterschiedliche Filme schauen (was die Bandbreite hergeben muss – siehe Kasten), das allerdings unter dem Vorbehalt des „Fair Use“. Wenn sich also zu viele preisoptimierende Gruppen ein Viererabo teilen und auf Teufel komm raus Videos saugen, wird schnell Schluss mit lustig und das Angebot enger gefasst. Bis zu sieben Profile können eingerichtet werden, Kinderprofile mit Jugendschutzbeschränkung. Anders als bei Netflix müssen die Personen auch nicht im selben Haushalt wohnen, der Student im Studentenheim oder die Oma im Nachbarort können Teil des Abos sein.

Disney konzentriert sein gesamtes Angebot exklusiv im eigenen Streaming-Dienst. Damit steht zum Start ein umfangreiches Repertoire zur Verfügung. Das ist anders als bei AppleTV+, das zwar nur 4,99 Euro pro Monat nimmt, dafür aber auch nur ein überschaubares Angebot bietet. Bei Disney gibt’s alles aus den Archiven bis in die Anfangszeiten zurück, von Eiskönigin bis Donald Duck, auch Marvel und Pixar sind dabei. 30 Staffeln von The Simpsons sind ebenso verfügbar wie die ersten Eigenproduktionen „Stargirl“ oder „Star Wars: The Mandalorian“.

TIPP: Da die Übersetzungen auf Deutsch noch nicht überall erfolgt sind, sollte man bei der Suche etwa in Untertitel auf Englisch ausweichen. Per VPN lies sich nämlich das amerikanische Disney+ bereits ausprobieren.

Bei den angesprochenen drei Kategorien bei Netflix richtet sich das Einsteigerangebot aufs Streamen am Smartphone in geringer (SD-)Auflösung. Wer die Downloadfunktion für das Offline-Sehen eines Videos nutzt, spart der Netzinfrastruktur Bandbreite, muss aber mit bis zu fünf Gigabyte Daten bei einem Blockbuster in hoher Auflösung rechnen. Für Tablet oder Handy reicht HD-Auflösung, UHD oder 4K ist hier „overdressed“. Netflix hat zudem (auf EU-Kommission-Nachfrage) angekündigt, ihren Datenverkehr in Europa für 30 Tage um 25 Prozent zu drosseln, aber dennoch eine „gute Qualität“ zu senden. YouTube und Amazon wollen hier mitmachen.

Den vollständigen Artikel, eine ausführliche Tabelle und detaillierte Angebote von Streaming-Anbietern im Vergleich für lange Isolationstage finden Sie in der aktuellen April-Ausgabe des GEWINN – jetzt neu in Ihrer Trafik!

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.