Schnell und gut

Der Bedarf ist riesig, das Angebot ebenfalls: schnelles und gutes Essen ist in einer immer hektischer werdenden Welt gefragter denn je.

Die qualitative Bandbreite des Gebotenen ist groß und man freut sich schon, wenn etwas halbwegs essbar ist. Denn nicht selten stößt man auf nicht mehr als „kulinarischen Sondermüll“.
Aber es gibt auch gute Adressen und immer wieder neue Lokalitäten, die im Genre „Schnell und gut“ besonders empfehlenswert sind. GEWINN hat für Sie in Wien, wo der Bedarf wohl am größten ist, einige neue ausgesucht.
Da wäre zum Beispiel die Feinkos­terei am Judenplatz in der Innenstadt. Wo lange Zeit das Wirtshaus Zum Scherer war, haben die Betreiber des Catering-Unternehmens Schwarz Hirsch ein Lokal eröffnet, in dem man jetzt den ganzen Tag über Brötchen und Mini-portionen der Wiener Küche essen kann. Man könnte sagen, es sind „Austro-Tapas“, kleine Portionen klassischer Gerichte – vom Backhendl mit Erdäpfel-Vogerlsalat über Wiener Schnitzel bis zu Gulasch. Alles in guter Qualität und zu vernünftigen Preisen (ab 4,50 Euro). Besonders gelungen  ist das Beuschl mit Kapern. Bei den Brötchen ist noch Luft nach oben, insgesamt ist die Feinkosterei mit Schanigarten ein ideales Lokal für den schnellen Mittags- oder Nachmittagsimbiss in tadelloser Qualität.
Neu sind auch das Joseph Café ­Bistro am Albertinaplatz, Ecke Führichgasse, ebenfalls beste Innenstadtlage, sowie seine jüngste Filiale mit Bistro in der Kirchengasse in Wien-Neubau. Damit hat nun der bekannte Edelbäcker Joseph Brot (Josef Weghaupt) in Wien fünf Bäckereifilialen und drei Bistros für den schnellen (Edel-)Imbiss. Am Albertinaplatz, ursprünglich eine Bagelmanufaktur und im Sommer zu einem Bis­tro auf zwei Stockwerken ausgebaut, lockt er mit modernen Trendgerichten wie Falafel Couscous Bowl, einem Biosauerteig Brioche-Burger mit Dry Aged Beef vom Kultfleischer Höllerschmid, einem Asian Roastbeef-Sandwich von der Kärntner Bio-Kalbin und Klassikern wie Wiener Kalbsrahmgulsch oder geschmorten Schweinsbackerl.
In der Kirchengasse gibt es wie in allen anderen Bistros der Kette ein weitläufiges Frühstücksangebot (besonders gut: Eggs Benedict und Joseph Avocado Toast), zu Mittag Gerichte wie Gnocchi mit Lammsugo und Burrata und am Abend Kreationen wie gebackener Karfiol mit Schnittlauchsauce oder gebratener Waller mit Chorizo-Pepperoni-Fond und Couscous.
Generell ist das Qualitätsniveau in allen Joseph-Bistros sehr hoch, es gibt eine ausreichende Anzahl an guten Weinen (auch glasweise) und für gesundheitsbewusste Trendsetter alle Arten von Superfood-Smoothies. Aber auch die (Apotheker-)Preise sind gehoben.
Hervorragende Imbisse der spanischen Art bietet seit Kurzem das Reserva Ibérica by Paco in der Wallnerstraße nahe dem Kohlmarkt. Es ist die wahrscheinlich authentischste Tapas-Bar der Stadt. Von elf bis 23 Uhr kann man sich an sagenhaft gutem Jamon Iberico de bellota in mehreren Ausführungen delektieren, dass ist jener spanische Schinken, der von Schweinen stammt, die den ganzen lieben Tag Eicheln fressen. Pata-Negra-Schinken gibt es zwar heute auch schon an jeder Ecke und in jedem Supermarkt, aber nicht in dieser Qualität. Nicht minder gut sind die vielen Tapas mit Pimientos, Anchoas oder Boquerones. Dieser Ableger des spanischen Restaurants Paco in der Nussdorfer Straße ist aber auch in Sachen Wein und Delikatessen, die man über die Gasse kaufen kann, konkurrenzlos. Darunter etwa Dosen mit Bauchfleisch vom Thunfisch in phantastischer Güte.

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