Die fatalen Folgen eines Sturzes

Vor einer Woche kam ein junger Manager zu mir. Er stürzte im Jänner und hat sich eine komplexe Beckenfraktur zugezogen. Die Folge: ein wochenlanger Spitalsaufenthalt, die Sorge vor weiteren Operationen und die Sorge wieder zu stürzen.

(Foto: skynesher – GettyImages.com)

Dieser Manager ist absolut nicht unsportlich. In den Monaten vor dem Sturz gab es Stress bedingt allerdings keinen Sport. Als er morgens nur schnell hinauslief, rutschte er auf einer Eisplatte aus und brach sich das Becken. Er hatte keine Schutzreaktionen, mit denen solch ein Sturz üblicherweise abgefangen werden kann. Bei alten Menschen wissen wir, dass das Risiko nach einem Sturz wieder zu stürzen deutlich erhöht ist. Dies ist multifaktoriell bedingt. Neben den verschiedenen körperlichen Ursachen wird dies auch durch die Angst, wieder zu stürzen, und die dadurch bedingte Zunahme der Inaktivität ausgelöst. Die sozioökonomischen Folgen sind in jedem Fall beträchtlich. Überlegen Sie sich doch einmal, was es für Sie/Ihr Unternehmen bedeuten würde, wenn Sie durch solch einen banalen Sturz für mehrere Wochen in Ihrer beruflichen Aktivität massiv eingeschränkt wären.
Auch wenn bei jungen Menschen die Wahrscheinlichkeit von organischen Ursachen (Schwindel, neurologische Erkrankungen . . .) eher gering ist, und mit hoher Wahrscheinlichkeit Brüche gut heilen, sind die sozialen und emotionalen Folgen oft beträchtlich.

Stärkere Knochen durch Training


Auch einfach nur mit wassergefüllten Petflaschen können Sie Übungen zur Kräftigung der Rückenmuskulatur machen – heben Sie beidseits gleichzeitig zwei Petflaschen mit einem ½ l oder Liter Fassungsvolumen (je nach Kraft) seitlich hoch. Achten Sie dabei, dass Sie die Arme langsam heben und senken. Machen Sie zwölf bis 15 Wiederholungen, danach eine kurze Pause – oder eine andere Übungen zum Beispiel Kniebeugen – und wiederholen Sie die Übung nochmals. Für Kniebeugen sollten Sie die korrekte Durchführung beachten – Knie nicht über die Zehenspitzen hinaus schieben und nicht mehr als 90 Grad beugen, die Fersen am Boden belassen, den Rücken gerade halten. Je langsamer Sie diese Kniebeugen durchführen, umso effektiver kräftigen Sie ihre Beinmuskulatur.
Sollten Sie mit dem Gleichgewicht Probleme haben, können Sie sich auch an einer stabilen Stange in Taillenhöhe anhalten.
Die Rückenmuskeln lassen sich in Rückenlage sicher kräftigen. Rückenlage, Beine sind aufgestellt. Einen Fuß vom Boden abheben und mit den Händen über dem Knie fest gegen drücken. Die Ferse des aufgestellten Beines gleichzeitig nach unten drücken. Auf jeder Seite dreimal mindestens 20 Sekunden die Spannung halten. Danach nehmen Sie wieder die Ausgangsposition ein, schieben die Hände in Richtung Zehen und heben langsam das Becken. Halten Sie es für zwei bis drei Atemzüge aufgerichtet. Wiederholen Sie die Übung zehn bis 15mal. Legen Sie sich in Seitlage, auf den Unterarm aufgestützt, Beine aufeinander liegend und angespannt. Hüfte etwas vom Boden hochheben. Stützen Sie sich fünf- bis achtmal auf der rechten Seite auf und fünf bis achtmal auf der linken Seite.
Tipp! Grundsätzlich gilt jede Bewegung zählt! Daher nutzen Sie jede Möglichkeit sich im Alltag zu bewegen. Walking, auf Deutsch „Gehen“ mit höherem Tempo, längeren Schritten und stärkerem Armeinsatz, ist eine Möglichkeit, die Knochen fit zu machen und vor Stürzen zu bewahren. Vermeiden Sie harte, asphaltierte Wege. Ziehen Sie gutes Schuhwerk an. Eine abgewandelte Form des Walking ist das „Nordic Walking“. Der Einsatz von speziellen Stöcken gibt älteren Menschen oft auch ein höheres Gefühl der Sicherheit vor Stürzen. Gleichzeitig werden Knie und Hüften entlastet. Wichtig ist es, sich regelmäßig, mit möglichst hohem Tempo, auf vielfältigen Unterlagen zu bewegen. Bereits zehn bis 15 Minuten Belastung pro Tag danken Ihnen Ihre Knochen. Manchmal fördert das Training in Gruppen die Motivation! Für Kräftigungsübungen zu Hause gilt wie im Fitnessstudio – die Zahl der Wiederholungen bringt Kraft. Beginnen Sie am besten jede Übung zehn bis 15mal zu machen. Eine Steigerung auf 20, 30 Wiederholungen ist jedoch absolut sinnvoll – wenn die Übungen richtig gemacht werden.

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