Lebensmittel, die Kopfschmerzen verursachen

Kopfschmerzen, insbesondere häufig wiederkehrende, werden immer wieder mit Nahrungsmitteln in Zusammenhang gebracht.

(Foto: Urilux – GettyImages.com)

Das am häufigsten mit Kopfschmerzen in Verbindung gebrachte Genussmittel ist Alkohol – vor allem Rotweinkonsum wird wegen seines Histamingehaltes am häufigsten damit in Zusammenhang gebracht. Schokolade und Käse können ebenso Auslöser für Kopfschmerzen sein. Bei Käse sind es vorrangig die biogenen Amine, die als Auslöser gelten. Wissenschaftlich konnte dies bis dato jedoch nicht untermauert werden. Biogene Amine, wie zum Beispiel Histamin werden von Milchsäurebakterien gebildet. Histaminhaltige Lebensmittel sind neben Käse und Wein auch geräuchertes Fleisch oder Wurst (Salami, Schinken), Hefe, Weinessig, Bohnen und Hülsenfrüchte oder Erdnüsse. Die Histamin-Freisetzung fördern Alkohol, Schokolade, Erdbeeren, Schalentiere oder Tomaten. Andere Effekte, die auf Histamin zurückgeführt werden, sind meist Hautrötungen und Ausschläge, Müdigkeit, Schwindel, Kreislauf- oder Verdauungsprobleme.
Der Zuckerersatzstoff Aspartam, welcher insbesondere in light-Produkten Anwendung findet, kann ebenfalls Kopfschmerzen auslösen. Gleiches gilt aber auch für Zucker selbst. Heißhunger ist häufig ein Vorbote von Kopfschmerzen. Forscher assoziieren diese mit einem erhöhten Energiebedarf im Gehirn. Ein möglichst konstanter Blutzuckerspiegel während des Tages reduziert nachweislich die Häufigkeit von Migräneanfällen. Die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels erzielt man besser mit komplexen Kohlenhydraten aus Vollkornprodukten, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Lassen Sie keine Mahlzeit aus und essen Sie regelmäßig. Am besten halten Sie sich an den alten Spruch: „König, Bauer, Bettelmann“ oder „Frühstücke alleine, das Mittagessen teile mit deinem Freund, das Abendessen gib deinem Feind.“ Low-Carb-Diäten sollten Kopfschmerzpatienten dementsprechend meiden, da Kohlehydrate die Energiequelle des Gehirns schlechthin sind. Nur sie können ein konstantes Energieniveau sichern.
Künstlich zugesetzte Geschmacksverstärker, wie wir sie in vielen Packerlsuppen und Suppenwürfeln, in vielen Chips und Erdnuss-Locken, Sojasaucen oder Speisewürzen, in vielen Wurstwaren und Fertiggerichten finden, können vereinzelt ebenfalls als Ursache für Kopfschmerzen in Betracht kommen. Der häufigste Geschmacksverstärker ist Natriumglutamat (E621), welches auf natürliche Weise auch in Germ, Paradeisern oder Parmesan vorkommen kann.
Bei Glutamatunverträglichkeit beginnen die Beschwerden meist binnen zehn bis 30 Minuten nach dem Essen. Neben Kopfschmerzen können ein Druck über den Schläfen, Engegefühl im Brustkorb und Magenschmerzen, Bluthochdruck oder Herzklopfen über mehrere Stunden auftreten.
Das Koffein des Kaffees kann zu vermehrter Ausscheidung von Magnesium und Noradrenalin führen, wodurch ein Hämmern oder Pochen im Kopf auftreten kann. Weniger bekannt ist, dass insbesondere der Kaffeeentzug bei sensiblen Menschen über mehrere Tage bis Wochen zu heftigen Kopfschmerzen führen kann. Im Einzelfall ist eine Schmerztablette unumgänglich. Alternativ ist das reichliche Trinken von Wasser und lockerer Bewegung wichtig. Ausdauersport hilft die durch den Entzug freigesetzten Stresshormone besser abzubauen. Außerdem wird der Nervus Vagus, der Entspannungsnerv ebenso angeregt wie die Ausschüttung von Endorphinen (körpereigene Glückshormone). Wenn die Anspannung abnimmt, lassen meist auch die Kopfschmerzen nach.

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