Mind-Body-Medizin – neuer Hype?

„Wellness“, gutes Essen und der Aufruf zum Wohlfühlen prägte die Jahrtausendwende. Heute hört man immer mehr den Begriff der Mind-Body-Medizin.

(Foto: Paket – Thinkstock.com)

Dieses Konzept wird seit den 1970er-Jahren vor allem in den USA entwickelt und beforscht. Der Beginn wird H. Benson (Harvard Medical School) mit seinem Stressreduktionsprogramm zugeschrieben. Jon Kabat-Zinn folgte mit Stressbewältigung durch Achtsamkeit (Mindfulness-Based Stress Reduction Program – MBSR). Dean Ornish erweiterte es zu einem Lebensstilprogramm (Program for Reversing Heart Disease). Anna Paul und Gustav Dobos erweiterten dieses Programm um die Moderne Ordnungstherapie zum Tempel der Gesundheit mit den Elementen Bewegung, Entspannung, Atmung, Ernährung, Selbsthilfe und Achtsamkeit.
Bewegung: Täglich zumindest 20 bis 30 Minuten. Flottes Gehen ist ebenso wertvoll wie einfache gymnastische Übungen oder Kraftkammer-Training. Nützen Sie auch kleine Wege wie die Stiegen, gehen Sie zum Kopierer etc., machen Sie Lockerungsübungen.
Entspannung: Achtsamkeitstraining können Sie im Liegen oder Sitzen machen und ist somit auch in den Berufsalltag integrierbar. Tasten Sie Ihren Körper bei den Fingerspitzen beginnend in Gedanken ab. Nehmen Sie Ihre Fingerspitzen, Handgelenke, den Unterarm, die Schulter, den Brustkorb etc. bewusst wahr. Fühlen Sie, wie die Schulter den Boden berührt, ob Sie sich warm oder kalt anfühlt, entspannt oder hart. Beobachten Sie Ihren Atem, wie er langsam tief und regelmäßig dahinfließt. Verweilen Sie bei den einzelnen Körperabschnitten in Gedanken und versuchen Sie, diese so richtig wahrzunehmen. Genießen Sie den Augenblick des Hier und Jetzt.
Atmung: Achten Sie auf Ihre Atmung. Meiden Sie Zigaretten und verrauchte Räume. Lüften Sie täglich Wohnräume und Büros. Stoßlüften ist hierfür besser als ein gekipptes Fenster.
Ernährung: Werden Sie Flexitarier. Ernähren Sie sich so reichlich wie möglich mit Gemüse und Obst. Hülsenfrüchte sind hochwertigste Eiweißlieferanten. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Hinweise, dass diese Ernährung die gesündeste ist. Das „Flexi“ erlaubt gelegentlich (zwei- bis dreimal pro Woche) Fleisch oder noch besser Fisch.
Selbsthilfe: Erwerben Sie sich wieder gesundheitliche Selbstkompetenz. Nützen Sie einfache Hausmittel, um Ihre Gesundheit zu stabilisieren. Ein Beispiel: Bei beginnenden Halsschmerzen gurgeln Sie mit Salbeitee und meiden Sie Milchprodukte. Ist Ihr Magen oder Darm in Unruhe, so gönnen Sie ihm eine 14- bis 18-stündige Fastenzeit. Beenden Sie Ihre Mahlzeit nach dem Mittagessen und trinken Sie bis zum nächsten Morgen reichlich Wasser und Tee. Wollen Sie das Abendessen nicht auslassen, können Sie bis zum nächsten Tag mittags fasten. Dieses Kurzfasten regelmäßig durchgeführt bedingt gleichzeitig eine echte Verjüngung Ihrer Zellen.
Achtsamkeit: Gehen Sie mit sich und Ihrem Körper achtsam um. Nehmen Sie wahr, was ihm guttut und was nicht. Warten Sie nicht, bis Sie einfach nicht mehr können. Machen Sie früher eine Pause. Geben Sie sich und Ihrem Körper den gleichen Stellenwert wie Ihrem Business. Erkennen Sie Ihre Leis­tungen an. Die wertschätzende Kontrolle der eigenen Bedürfnisse ist eine tägliche Herausforderung.
Vergleicht man das Konzept der Mind-Body-Medizin mit Willi Dungls Tempel der Gesundheit mit den Säulen Ernährung, Bewegung, mentale Stärke, auf dem Boden einer gesunden Umwelt (Natur, Arbeitswelt, soziale Kontakte etc.) sowie ausreichender Selbstfürsorge, so gibt es mehr als nur Parallelen zu seinem 50 Jahre alten Gesundheitsmodell.
Deshalb starten wir im Dungl Gesundheitszentrum monatliche Gesundheitstreffs (www.dunglwien.at) zu den Themen der Mind-Body-Medizin und Willi Dungls Tempel der Gesundheit. Ein ganz wesentlicher Aspekt dabei ist der Ansatz der begleitenden Unterstützung zum eigenen Weg der Gesundheit. Diese Gesundheitstreffs oder auch spezifische Workshops sollen Ihnen dabei helfen, Ihren Weg zu finden.
„Man muss den Menschen die Wunder zeigen, die sie selbst vollbringen können“ (Max Tau). Die heutige Medizin hat erkannt, dass unser Lebensstil zu 40 Prozent für lebenslange Gesundheit verantwortlich ist. Die Medizin selbst schafft lediglich zehn Prozent.

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