Durchschnaufen und Aufatmen

Eine Auszeit gefällig? Dürfen wir vorstellen: die ­neu­es­ten Wellness-Tempel im Nahbereich – maritim an der Oberen Adria oder alpin in Österreich.

Die Adria liegt ruhig wie Blei, die Sonne lacht vom blauen Himmel und wärmt so stark, dass ein leichter Pullover für den Strandspaziergang genügt. Doch schon tags darauf peitscht der Wind eiskalt, das Meer erhebt sich in zornigen Wellen – eine Winterjacke ist nötig. Das ist der Spätherbst im italienischen Badeort Jesolo. Doch trotz launischem Wetter können wir eine Auszeit an der Oberen Adria in der kalten Jahreszeit wärmstens empfehlen.
Jesolo gibt sich ab Oktober nahezu gespenstisch leer, nur ganz wenige Hotels haben geöffnet. Eines davon – mit Abstand das Schönste – ist das neue Falkensteiner Hotel & Spa Jesolo. Wellness gibt es in diesem neuen Fünf-Sterne-Haus (seit Mai 2015) quasi doppelt: Dank seiner direkten Strandlage an der Ostseite Jesolos sowie im Acquapura-Spa des Hotels.
Ein ausgedehnter Strandspaziergang ist ein wahrer Jungbrunnen: Die feuchte Meeresluft regt mit ihrem hohen Gehalt an Jod, Magnesium und Spurenelementen Immunreaktionen an, Atemwegs- sowie Hauterkrankungen erfahren schnelle Linderung. Geht der Wind, wird’s noch wirksamer: Er peitscht die Wellen, wirbelt Salzkristalle auf und sorgt für maritime Aerosole in der Luft.
Nach dem Strandausflug geht’s mit glühenden Wangen in den Acquapura-Spa: Die Sauna-Landschaft öffnet bereits ab neun Uhr Früh und ist nie überlaufen. Im Außenbereich werden der Indoor-Outdoor-Pool und ein Whirlpool ganzjährig beheizt. Der Spa bietet eine Vielfalt personalisierter Anwendungen, Besonderheiten sind Wein-Therapien und Salz-Treatments. Die Massagen haben zwar einen stolzen Preis (72 Euro für 50 Minuten), die Qualität ist aber top – wie wir uns vor Ort überzeugen durften.
Die nahe Umgebung bietet auch im Winter viel Abwechslung: Es macht Spaß, mit den (kostenfreien) Hotel-fahrrädern ins winterlich-verschlafene Jesolo zu radeln. Fünf Autominuten entfernt wartet ganzjährig ein 18-Loch-Golfplatz. Und ein Ausflug nach Venedig ist immer lohnenswert: Am stilvollsten per Linienschiff von Punta Sabbioni aus.

Im Behandlungsraum des Falkensteiner Hotel 6 Spa (1 ÜF ab 159 Euro pro Person) sorgt alleine der Ausblick für Wellness (Foto: Falkensteiner Jesolo/walter luttenberger photography)

Logenlagen an der Adria

Wer Lust auf Winter-Wellness an der Oberen Adria hat, der findet zwei weitere neue Spitzenhotels, die in kurzer Autofahrt ab der österreichischen Grenze erreichbar sind: Bei Duino, 15 Kilometer nördlich von Triest, öffnete Ende Juli das Falisia Resort & Spa Portopiccolo seine Pforten. In der Bucht von Portopiccolo wurde ein kompletter Villen-Komplex an den Hang geschmiegt. Teil davon ist das 65-Zimmer-Hotel Falisia. Das Haus der „The Luxury Collection“ (Starwood-Gruppe) setzt auf Exklusivität: Alle Zimmer haben Meerblick, Himmelbetten sind eine Reminiszenz an das Haus Habsburg. Die beiden Restaurants Cliff und Slim setzen auf gesunde Gourmetküche und kombinieren die Kulinariktraditionen von Friaul-Julisch-Venetien und Österreich-Ungarn.
Wellness-Jünger müssen allerdings noch bis Mitte Dezember 2015 warten, dann eröffnen die Wellness und Fitness Area sowie ein Medical Spa, Anfang 2016 folgt ein Beauty Spa. Der ganzjährig beheizte Infinity-Außenpool über der Adria kann schon jetzt genutzt werden. Das Portopiccolo-Projekt umfasst zusätzlich einen Privatstrand mit Beachclub, verschiedene Restaurants, Bars, eine elegante Einkaufsstraße und eine Marina mit Yachtclub.
Auch im neuen Designhotel Navis an der Riviera von Opatija in Kroatien, dringt die gesunde Meeresluft bis ins Hotelzimmer vor: Das Fünf-Sterne-Haus klebt spektakulär wie ein futuris­tisches Schwalbennest an einem schmalen, steilen Küstenstreifen über der Adria. Für das außergewöhnliche Design des 44-Zimmer-Hauses zeichnet Idis Turato, einer der führenden Architekten Kroatiens, verantwortlich.
Wie das Panoramadeck eines Kreuzfahrt-Liners schwebt die große Terrasse über den Wellen: Sie ist Bühne für das Gourmetrestaurant (das Stammhaus Villa Kapetanović hat zwei Gault-Millau-Hauben) sowie für den Relaxbereich. Der In- und Outdoorpool bietet eine fantastische Aussicht, zusätzliche Entspannung gibt’s im Spa. Originelle Anwendungen wie etwa Massagen mit warmen Muscheln von den Philippinen holen wiederum das Meer ins Haus.

Ende Juli hat das Falisia Resort & Spa Portopiccolo nahe Triest eröffnet. Eine Übernachtung mit Frühstück zu zweit kostet ab 186 Euro (Foto: Falisia Resort & Spa)

Wellness im österreichischen Schnee

Begeben wir uns nun nach Österreich, in den Nordwesten der Steiermark. Im Juli 2015 eröffnete am geografischen Mittelpunkt Österreichs das Narzissenhotel Bad Aussee – Solebad und Vitalresort. Das Hotel bietet einen direkten Verbindungsgang zum Narzissen-Bad, das seit Dezember 2013 besteht und als Therme des Jahres 2015 ausgezeichnet wurde. So können Wellness-Apostel nun das umfangreiche Angebot an ­Solebädern, Medical-Wellness und Kurprogrammen nutzen und direkt vor Ort in Vier-Sterne-Atmosphäre ­wohnen.
Gewaltige 6.000 Quadratmeter dienen dem Wohlbefinden – mit Badelandschaft samt Narzissen- und Außenbecken, Soleinhalationsdampfbad, Relax- und Multifunktionsbecken sowie 600 Quadratmeter Saunaoase. Herzstück sind der Medical-Wellness- und der Kur- und Therapiebereich sowie die Leistungsdiagnostik mit Dachsteinpanorama-Trainingsbereich. Bei den Anwendungen stehen regionale Naturschätze im Fokus: Ausseer Sole, Heilwasser aus dem Altausseer Salzberg sowie die Narzisse. Sie prägt die Signature-Treatments.
Ebenfalls in Bad Aussee kümmert sich das neue Vivamayr um Entgiftung und Entschlackung. Das Haus in ansprechender Holzarchitektur offeriert ausschließlich F.X.-Mayr-Kuren, die Packages werden individuell auf jeden einzelnen Gast zugeschnitten. Im Spa ist Salz das zentrale Thema. Im großen Saunabereich, im Soleschwimmbad und vor allem bei der Watsu-Behandlung (Wasser-Shiatsu) im Soleschwebebecken ist der Alltag weit weg. ­Spezialmassagen unterstützen die ­Therapie.
Ende September eröffnete im Tiroler Traditionskurort Bad Häring das Vier-Sterne-superior-Hotel „Das Sieben“. Das einzigartige Gesundheitskonzept SiebenMed® basiert (wen überrascht’s?) auf sieben Säulen – das Leben, die Seele, das Essen, der Schlaf, die Erholung, die Natur, die Gesundheit – und vereint ganzheitliche Medizin mit traditionellem Wissen.

Wellness und Skifahren

Mama will sich verwöhnen lassen, Kids und Papa zieht es auf die Piste: Diesen Spagat schaffen urlaubsreife Familie im urigen James-Bond-Drehort Obertilliach in Osttirol. Hier eröffnet im Dezember 2015 das Vier-Sterne-Almfamilyhotel Scherer. Das auf Wellness für die ganze Familie spezialisierte Haus bietet Suiten für bis zu sechs Personen, das überschaubare Skigebiet Golzentipp beginnt direkt beim Hotel.

>> Zum Download: Die Preise zu den vorgestellten neuen Hotels

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