Urlaub auf der Alm und doch wie im Hotel

Almöhis Traumurlaub – Chalet- und Almhüttendörfer verbinden gediegenes Wohnen in den eigenen vier Wänden mit umfangreichen Serviceleistungen.

Bergerlebnisse direkt vor der Haustüre, Wiesen und Wälder rundum, keine störenden Nachbarn, sondern Ruhe, viel Platz und die wohlige Wärme von Holzöfen: Das ist Urlaub in der Almhütte. Wer nicht auf spartanische Plumpskloromantik steht, ist in Chalet- und Almhüttendörfern perfekt aufgehoben: Sie verbinden die Serviceleistungen eines Hotels mit den Vorteilen der eigenen vier Wände.
Diese konstruierten Bergurlaubswelten werden immer beliebter – speziell in Österreich. Das Angebotsspekt­rum ist breit gestreut und reicht von urig-einfach bis hin zu gediegenem Luxus am Berg, mit hochwertiger, überkompletter Ausstattung, privaten Saunen oder Outdoor-Whirlpools mit Pa­noramablick. Dazu gesellen sich Serviceleistungen, die das Selbstversorger-Almleben komfortabel machen: von täglich frischem Gebäck an der Hüttentür über Frühstücks- oder Reinigungsservice bis hin zum privaten Gourmet-Koch am „eigenen“ Herd und Massagen im Chalet. Mitunter gibt es auch benachbarte Hotels, deren Angebot (z. B. Restaurant, Spa, Sportprogramme) mitgenutzt werden können.
GEWINN präsentiert die schöns­ten Chaletdörfer der Alpen ab 100 bis 1.800 Euro pro Person und Nacht.

Traditionell oder modern?

Das Almdorf Seinerzeit in den Kärntner Nockbergen ist Vorreiter in diesem Segment. An einem sonnigen Südhang wurden um einen Dorfteich 51 Almhütten nach dem Vorbild von 200 Jahre alten Almhütten neu errichtet. Sie sind detailgetreue Nachbauten, nicht aus Altholz (wie es sonst oft beliebt ist – so z. B. im Bergdorf Priesteregg), sondern aus im Winter geschlägerten, neuen Holz – eben genauso wie seinerzeit. Die Einrichtung der Hütten ist urig-traditionell, der Komfort hoch: Der persönliche Hüttenservice macht aus der Almhütte eine Luxussuite, dienstbare Geister heizen ein, das Frühstück wird zur gewünschten Zeit in die Hüttenküche serviert.
In den Woodridge Chalets in Werfenweng treffen sich Alpen und Rocky Mountains: Aus massiven Kiefernstämmen aus Kanada wurden zwölf Blockhütten errichtet. Highlights sind die private Sauna und der Outdoor-Whirlpool auf der Terrasse.
Modernes Design und Naturmaterialien wie Holz, Stein, Fell, Leder und Loden sprechen für sich. Etwa auf der Turracher Höhe in Kärnten, wo modernes Ambiente landestypische Eyecatcher trifft. Die drei Hollmann-Turrach-Hütten Franzi, Luki und Toni sind neu interpretierte, in alter Zimmermannskunst errichtete Troadkästen, die sich über mehrere Stockwerke erstre­cken. Hochwertige Materialien und warme Farben sorgen für Gemütlichkeit in den schlicht gehaltenen Wänden.
Auch die Alpenchalets Reiteralm, die HochLeger TreeLofts und Licht­eben-Chalets im Zillertal oder die Adlaa-Walser-Chalets am Arlberg sprechen eine neue, entkitschte Formensprache.
Erfreulicherweise finden auch uralte Originalgebäude der Almwirtschaft eine neue Bestimmung im Tourismus: Für die Anako Lodge im Bergdorf La Forclaz im Val d’Hérens im Schweizer Wallis wurden sechs traditionelle Maiensässen, Ställe und Scheunen aus Lärchenholz von einer Architektin in modernste Chalets umgewandelt und konnten so vor dem Abriss gerettet werden. Ein Paradebeispiel für die Kombination von Hütten- und Hotelurlaub direkt an der Skipiste ist das Puradies im Salzburger Leogang. Zuerst existierten hier 14 hochwertige Chalets, im Dezember 2016 gesellte sich ein schickes Luxushotel dazu, das auch die Chaletgäste verwöhnt.

Hütten außerhalb Österreichs

In Südtirol sind die luxuriösesten Almhüttendörfer nicht für Selbstversorger, sondern als individuelle Full-Service-Unterkunft mit allen Luxushotel-Leis­tungen konzipiert – so z. B. in der Adler Lodge auf der Seiseralm oder den San Luis Lodges oberhalb von Meran.
 In Frankreich finden naturverbundene Individualisten vor allem alleinstehende Einzelobjekte – samt grenzenlosem Luxus. Im Chalet Marco Polo in Val d’Isère etwa genießen bis zu zehn Gäste auf 1.000 Quadratmetern volle Verpflegung vom privaten Küchenchef, weiters u. a. Wein, Champagner, Spirituosen, täglich zwei Stunden Massage pro Person, Concierge-Service, Chauffeur, Kindermädchen und einen Riesenspa samt Hydromassage, Hamam, Hot Tub und Indoor-Pool, dessen goldverzierte Holzbalkendecke von Chris­tian Lacroix designed wurde. Preis: 33.600 bis 137.800 Euro pro Woche (www.consensiochalets.co.uk). Für Winter 2018/2019 sind noch Termine frei.

Verfügbarkeiten

Wer für Weihnachten oder Silvester in Österreichs Almhüttendörfern eine Bleibe sucht, ist für heuer definitiv zu spät dran! Die Woodridge Chalets sind als Extrembeispiel bis 2021 ausgebucht. Tipp: Mindestens ein Jahr im Voraus suchen. Abgesehen von den Feiertagsterminen haben die meisten Almhütten- und Chaletdörfer im Herbst sowie in der Winternebensaison noch genug freie Kapazitäten, in Ferienzeiten (speziell Februar) wird es aber schon knapp.

>> Zum Download: Die schönsten Almhütten- und Chaletdörfer in den Alpen


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