„China solte bei Liberalisierung des Renminbi Vorsicht walten lassen!“

Joachim Nagel, Vorstand der Deutschen Bundesbank, rät China, bei der Liberalisierung seiner Volkswährung Vorsicht walten zu lassen.

(Foto: Deutsche Bundesbank)

TOP-GEWINN: Was sind Ihre Erwartungen bezüglich des Renminbi?

Nagel: Wechselkurse unterliegen so vielen Einflussfaktoren, dass verlässliche Prognosen nahezu unmöglich sind. In China durchläuft die Wirtschaft einen Transformationsprozess vom exportbasierten zum konsumorientierten Wachstumsmodell. Damit geht ein flacherer Wachstumspfad einher, an den sich die Märkte erst gewöhnen.

TOP-GEWINN: Wie wird sich die Aufnahme des Renminbi in den IWF-Währungskorb auswirken?

Nagel: Vereinfacht gesprochen können Sonderziehungsrechte (SZR) in Krisensituationen von IWF-Mitgliedstaaten bei anderen IWF-Mitgliedstaaten gegen sogenannte „frei verwendbare“ Währungen eingetauscht werden. Zu diesen gehört ab Oktober 2016 neben dem US-Dollar, dem Euro, dem Pfund Sterling und dem japanischen Yen auch der Renminbi. Längerfristig unterstützt dies eine strukturelle Nachfrage nach der chinesischen Währung. Entscheidend für eine Reservewährung ist das Vertrauen internationaler und heimischer Investoren. Dazu tragen auch die marktorientierten Schritte zu Finanzmarktliberalisierung, eine effektive Finanzaufsicht und eine insgesamt stabilitätsorientierte Wirtschafts- und Währungspolitik bei.

Das gesamte Interview finden Sie in der aktuellen Februar-Ausgabe des TOP-GEWINN.

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