Einfach schöner Geld anlegen

Edelsteine sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch eine wertbeständige Geldanlage für Geduldige. GEWINN zeigt, worauf es dabei ankommt.

(Foto: The Natural Gem GmbH)

„Bei Edelsteinen handelt es sich um eines der ältesten Investments der Erde, es ist seit 5.000 Jahren kulturgeschichtlich dokumentiert. Es handelt sich also um ein Investment mit Sachwertcharakter“, so Thomas Schröck, Edelsteinexperte, Gründer und Geschäftsführer von The Natural Gem. Mit der Auswahl der richtigen „Steine“ erzielen Anleger über lange Zeiträume Wertzuwächse über der Inflationsrate. „Diamanten sind seit 2008 preisstabil, Rubine stiegen in den letzten 26 Jahren im Durchschnitt mit acht Prozent per annum, geometrisch berechnet; Smaragde und Saphire mit vier bis sechs Prozent pro Jahr; damit ist bei den Farbedelsteinen eine sehr gute Absicherung gegen Inflation gegeben“, erklärt Schröck.

Corona-Krise treibt Edelsteinpreise

2020 gab es infolge der Corona-bedingten Stilllegung der Flugzeugflotten einen Bruch in der Lieferkette. In Sri Lanka, Indien, Burma, Madagaskar war die Minenproduktion infolge von Lockdowns unterbrochen. Nur über Bangkok konnten Lagerbestände bezogen werden. Die Folge waren laut Schröck zusätzliche Preissprünge: „Der Preisanstieg über Rubin, Saphir und Smaragd hinweg lag von März 2020 bis März 2021 um die 19 Prozent.“ Der Edelsteinexperte ergänzt: „Jede Wirtschaftskrise begüns tigt Preise von Farbedelsteinen, da sie als reale Krisenwährung gelten. In wirtschaftlich positiven Zeiten ist die hohe Nachfrage aus China, Indien, Russland und Indonesien zu nennen.“

Leider ist es für Otto Normalverbraucher nur bedingt möglich, die Preisentwicklung von Edelsteinen einfach zu verfolgen: Es gibt zwar drei US-amerikanische Unternehmen, die Indizes für Edelsteinpreise berechnen, außerdem einen indischen Großhandelsindex. Sie alle sind aber nicht kostenlos öffentlich zugänglich.

Was es beim Kauf zu beachten gilt

Edelsteine unterliegen der Umsatzsteuer. Auch Händlerspannen und Kosten für Schätzungsgutachten sollten Anleger berücksichtigen. Gutachten kosten je nach Art des Edelsteins, Größe und Wert zwischen 80 und 2.000 Euro. An diesen Gutachten orientiert sich entsprechend der Verkaufspreis.

„Wir verkaufen zu 80 Prozent des Schätzwertes der von österreichischen gerichtlich beeideten Sachverständigen festgestellt wird. Ausnahmen sind Raritäten wie Rubin aus Burma, Saphir aus Kaschmir und Burma sowie Smaragd aus Kolumbien, hier ist der Verkaufspreis gleich dem Schätzwert, da diese Edelsteine sehr schwierig zu beschaffen sind“, erklärt Schröck.

Aus seiner Sicht sollte jeder seriöse Händler dem Anleger einen All-in-Preis nennen: also inklusive Zertifizierung und inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer: „Unser Unternehmen macht im Verkaufsfall dem Kunden immer ein Ankaufsangebot. Da die gesetzliche Umsatzsteuer 20 Prozent beträgt, raten wir den Kunden immer zu einem mittelfristigen Investment ab fünf Jahren.“

Aktuelle Sonderchancen

Realen Sinn macht ein Investment in einen einzelnen Edelstein ab 3.000 Euro, wobei ein Blick auf aktuelle Sonderchancen vorteilhaft ist. Dazu zählen aus Sicht von Schröck: „Tansanit, da er momentan noch relativ günstig zu erwerben ist und das Gerücht existiert, dass die weltweit einzige Fundstätte in Bälde versiegen wird. Weiters ist hochqualitativer Turmalin zu nennen, der ebenfalls stark im Wert steigen wird. Möchte man in der Saphir-Familie bleiben, sind das vor allem die Farbe Pink, Purpur und Gelb“, so Schröck.

Der Preis für Tansanit liegt je nach Größe in sehr guter Qualität bei 800 bis 1.500 Euro pro Karat, Turmalin bei 300 bis 1.000 Euro pro Karat.

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