Geteilte Meinungen zum Wiener Börsenblues

Österreichs Topanalysten nennen verschiedene Gründe für den katastrophalen Börsenstart. Doch beide sehen jetzt gute Einstiegschancen in Wien!

Foto: Wiener Börse

Friedrich Mostböck, Chefanalyst der Erste Group

Foto: Ernst Kainerstorfer

„Aus meiner Sicht sind die Rückschläge in Wien im Jänner ungerechtfertigt“, betont Friedrich Mostböck, Chefanalyst der Erste Group. An den zweistelligen Korrekturen an den Weltbörsen sei in erster Linie China Schuld, „Österreichs Betriebe hängen lange nicht so stark wie deutsche Werte von Exporten nach China ab. Auch ist man weniger als deutsche DAX-Titel vom negativen Sondereffekt VW betroffen.“ 

Und der Ölpreisverfall, „mag Venezuela, Russland  oder Arabien belasten. Österreichs Unternehmen haben dadurch einen Produktionskostenvorteil, nicht -nachteil.“ 

 

Peter Brezinschek, Chefanalyst der Raiffeisenbank International

Foto: Ernst Kainerstorfer

„China ist ein vorgeschobenes Argument, das auf unsere Kapitalmärkte kaum Einfluss hat. Ausländische Investoren machen dort unter einem Prozent aus“, so RBI-Experte Peter Brezinschek, „die chinesische Börse wird politisch gepusht. Seit Juli 2014 liegt sie mit 50 Prozent im Plus ganz vorne.“ Seine Begründung für den Börsenblues: „Wir sind schon in der zweitlängsten Bullenphase nach den 1990er- Jahren.“ Die Märkte seien mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von zwölf bis 14 – die USA und die Schweiz sind mit 16 und 17 noch teurer – fair, aber nicht günstig bewertet. Die Gewinnerwartungen seien moderat. 

 

Den gesamten Artikel lesen Sie im Heft GEWINN 2/2016.

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