Mayr-Melnhof mag man eben

Sie suchen eine heimische Aktie mit möglichst wenig Schwankungen, konstanten Erträgen und Dividenden sowie einer starken Marktposition? Da fällt uns Mayr-Melnhof Karton ein.

Ein starker Kerninves­tor ist immer von Vorteil: Der 1888 gegründete österreichische Kartonproduzent ist zu 59 Prozent im Besitz der Eigentümerfamilie. Ein solider Wert, der mit Ertragskontinuität punktet und auf Wachstumskurs ist (Foto: Mayr-Melnhof Karton AG)

Mayr-Melnhof ist als Weltmarktführer bei gestrichenem Recycling-Karton mit Absatzschwerpunkt in Europa (85 Prozent) dennoch eine interessante Aktie. Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben „so gut wie kein China-Geschäft“ und auch der US-Dollar-Anteil am Umsatz wird als „insignifikant“ bezeichnet. 2014 fielen rund 54 Prozent des Umsatzes auf MM Packaging, der Rest auf MM Karton. Eine Produktinnovation mit Umsatzphantasie ist die ­Kartonsorte FOOD­BOARD, die verpackte Lebensmittel besonders gut schützt und länger frisch hält.Das 1888 gegründete und zu 59 Prozent im Besitz der Eigentümerfamilien stehende Unternehmen zeigt ein im internationalen Vergleich hohes Maß an Ertragskontinuität. Der Wachstumskurs setzte sich im ersten Halbjahr 2015 mit einem Anstieg vom Umsatz um 3,5 Prozent und des Periodenüberschusses um 10,2 Prozent weiter fort. Die Kartondivision ist voll ausgelastet und konnte im zweiten Quartal 2015 die operative Marge gegenüber dem Vorjahreszeitraum von acht auf 8,5 Prozent verbessern. In der Packaging-Division kam es bei der MM Packaging Austria zur Standortkonzentration auf den größeren Betrieb in Wien. Auch übernahm man das Faltschachtelgeschäft der französischen Ileos SA für rund 80 Millionen Euro – der Einstieg in Verpa­ckungen für die Pharma-, Luxus- und Kosmetikbranche. Die übernommene Einheit erzielte 2014 einen Umsatz von rund 115 Millionen Euro. Diese neue Schiene und FOODBOARD sind gute Voraussetzungen für Gewinnanstiege in den kommenden zwei Jahren.

Fazit: Eine echte Kaufempfehlung. Die hohe Ertragsstabilität und die Dividendenkontinuität rechtfertigen historisch hohe Bewertungsniveaus. Wir sehen in den nächsten 16 Monaten ein Potenzial von 10,5 Prozent.

MM – sicherer Ertragsbringer

  • Seit dem Börsengang 1994 jedes Jahr schwarze Zahlen;
  • Gewinn pro Aktie stieg sechs Jahre lang in Folge;
  • Zeitraum 1997 bis 2014: keine Kürzung und in 15 Jahren sogar Erhöhungen der regulären Dividende (Bonuszahlungen unberücksichtigt);
  • 8,1 Prozent p. a. reguläres Dividendenwachstum und 4,3 Prozent p. a. Wachstum des Gewinns pro Aktie in den vergangenen elf Jahren;
  • 2014: 4,4 Prozent Umsatzwachstum, Cashflow aus der Geschäftstätigkeit +13,1 Prozent und Gewinn/Aktie plus sieben Prozent.
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