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„Politische Faktoren sind größtes Risiko“

Marco Pirondini, Leiter US-Aktien und stellvertretender Vorstandschef von Amundi Pioneer Asset Management, schätzt die Lage an den Märkten derzeit recht erfreulich ein.

(Foto: Peter Schmidt)

TOP-GEWINN: Anfang des Jahres waren die Aussichten für die Finanzmärkte nicht so rosig – und heute?

Pirondini: Es sah tatsächlich besorgniserregend aus, das ist jetzt anders. Die US-Notenbank Fed war in den Augen der Marktteilnehmer im Begriff, einen großen Fehler zu begehen. Um den Jahreswechsel hat sie innerhalb von nur drei Wochen eine Kehrtwende gemacht. Jetzt, da die Zinsen stabil bleiben, hat die Wirtschaft Gelegenheit, sich an diese bereits höheren Zinsen zu gewöhnen. Das bedeutet weniger Stress für die US- und die globale Wirtschaft. Zinsen und Notenbank-Politik spielen eine wichtigere Rolle als früher, denn weltweit gibt es mehr Verschuldung als 2008. Steigen die Zinsen zu aggressiv, könnte dies eine Rezession auslösen. Es ist also weiterhin Vorsicht geboten, umso mehr, weil die Verschuldung in US-Dollar enorm ist. Darüber hinaus sind wir heute bereits in hohem Maß in einem Dienstleistungs- statt Indust­riezyklus. Restriktive Kredite können unter Umständen sofortige Rezession bedeuten. Daher treten Rezessionen heute nicht mehr alle paar Jahre auf. Aber wenn sie eintreten, sind sie umso heftiger.

Das gesamte Interview finden Sie in der aktuellen Mai-Ausgabe des TOP-GEWINN – jetzt neu!

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