Die Entwicklung von Gold, Silber und Palladium

Im Lockdown kam es zu einem Einbruch bei allen Edelmetallmärkten. Ledliglich der Goldpreis konnte sich in kürzester Zeit erholen und sogar einen neuen Höchststand erreichen.

„Goldpreise nach Korrektur auf günstigem Einstiegsniveau“

Der Goldpreis erreichte am 6. August mit über 2.070 US-Dollar je Feinunze einen neuen Höchsstand. Seither korrigierte der Kurs auf bis zuletzt 1.900 US-Dollar, was immer noch einem Zuwachs seit Jahresbginn von über 20 Prozent entspricht. „Unsere internen Prognosen für das kommende Jahr zeigen, dass der kürzliche Kursverfall von Gold einen attraktiven Einstiegspunkt erzeugt hat, insbesondere falls die wirtschaftliche Ungewissheit anhält“, meint dazu Nitesh Shah, Leiter des Research-Teams vom Fondsanbieter WisdomTree. Selbst im Fall einer wirtschaftlichen Erholung könnte der Goldpreis weiter steigen, „so lange ein möglicher Aufschwung nicht durch eine aggressive Verschärfung der Geldpolitik begleitet wird“.

>> Zum Download: Grafik „Die Entwicklung des Goldpreises von Oktober 2019 bis Oktober 2020“

Gold-, Silber- und Palladiumpreise auf Jahressicht im Plus

Während sich der Goldpreis in kürzester Zeit erholen und sogar einen neuen Höchststand erreichen konnte, gelang es beim Silberpreis erst mit etwas Verspätung. Bei Platin und Palladium liegen die Preise sogar noch unter dem Vorkrisenniveau (siehe Grafik). Dennoch können sich Anleger nicht nur bei Gold, sondern mittlerweile auch bei Silber und Palladium auf Jahressicht über Zuwächse freuen.

>> Zum Download: Grafik „Preisentwicklung von Gold, Silber und Palladium“ (Preisentwicklung in Euro, in Prozent)

Chartverläufe: Silber, Palladium und Platin

(jeweils in US-Dollar je Unze)

Silber

Nach einer jahrelangen Seitwärtsphase gab der Silbermarkt nach dem März-Crash wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Der Preis pro Unze kletterte in wenigen Monaten von elf auf knapp 25 US-Dollar je Unze. Seither korrigierte der Silberpreis analog zum Goldmarkt. Von den Höchstständen von über 40 US-Dollar im Jahr 2011 ist man ohnehin noch weit entfernt. Experten sehen daher noch weiteres Potenzial im Gold-„Windschatten“ .

Palladium
Palladium wird hauptsächlich für Katalysatoren in Benzinfahrzeugen verwendet. Entsprechend erhielt die Nachfrage im Zuge der Corona-Krise einen kräftigen Dämpfer – nach einem starken Anstieg in den Jahren davor, ausgelöst durch stärkere Nachfrage nach Benzinmotoren.  Kurzfristig könnte Palladium weiter an Boden gewinnen, falls sich die Automobilindustrie wieder erholt. Mittelfristig hängt die Entwicklung von der Wende zum Elektroauto ab.

Platin
Während die Nachfrage nach Platin aus der Schmuck- und Automobilindustrie in den letzten Monaten rückläufig war, positionieren sich Finanzinvestoren für einen Turnaround bei Platin. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse in Platin-ETFs auf 340.000 Unzen und erreichten damit ein Rekordniveau. Zusätzliches Potenzial bekommt Platin durch einen Einbruch des Angebots, weil es in vielen Minen durch die Pandemie zu Ausfällen kommt.

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.