Nachfrage nach Goldbarren und Münzen, Entwicklung der Goldproduktion

Corona und die Auswirkungen auf die Entwicklungen bei der Nachfrage nach Goldbarren und Münzen sowie die Entwicklung der weltweiten Goldproduktion.

Corona-Krise: Goldhamsterkäufe in den westlichen Industrieländern

Der Goldmarkt zeigte im ersten Halbjahr 2020 in Bezug auf Goldbarren und -Münzen zwei gegenläufige Trends: Typische starke Abnehmerländer wie etwa China, Indien oder Vietnam reduzierten angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ihre Goldkäufe. Ebenso dürfte der starke Preisanstieg bei Gold die Kauflaune deutlich gedämpft haben. Gleichzeitig verzeichneten die Goldhändler in westlichen Industrieländern eine Rekordnachfrage nach Barren und Münzen.

In Summe sank der weltweite Absatz von Bullion-Gold laut World Gold Council im ersten Halbjahr mit 397 Tonnen auf den geringsten Wert seit 2011 – wohlgemerkt in Tonnen gemessen. Wenn man allerdings den Wert der gehandelten Münzen und Barren vergleicht, so lag das Volumen mit 20,8 Milliarden US-Dollar um vier Prozent über dem Vergleichszeitraum im letzten Jahr.
Dabei haben Corona-Lockdowns den Absatz phasenweise signifikant gebremst. So etwa in Indien, einem der wichtigsten Goldmärkte der Welt, wo gerade zur Goldhochsaison im April rund um das Akshaya-Tritiya-Festival aufgrund eines landesweiten Lockdowns Goldhändler geschlossen hatten. Auch in China blieb der Goldabsatz nach einem sehr schwachen ersten Quartal, trotz einer raschen wirtschaftlichen Erholung, auch im zweiten Quartal eher schwach. Zum Teil deshalb, weil viele Investoren den starken Goldkurs zu Gewinnmitnahmen nutzten.
Dagegen verzeichneten die Goldhändler in den westlichen Industrieländern einen Rekordabsatz: Allein europäische Investoren kauften über 137 Tonnen an Goldbarren und -Münzen – der höchste Wert seit zehn Jahren. Der Großteil der Nachfrage kam dabei aus dem deutschsprachigen Raum. Allein in Deutschland wurden über 80 Tonnen Gold abgesetzt. Auch Österreich reihte sich mit einem Zukauf von in Summe 5,8 Tonnen im ersten Halbjahr als zwölftgrößter Goldmarkt weltweit ein. Den stärksten Zuwachs verzeichneten allerdings die Goldhändler in den USA: Hier schnellte der Barren- und Münzenabsatz in Tonnen gemessen um 175 Prozent in die Höhe.

Trotz Corona nur leichter Rückgang der Goldproduktion


>> Zum Download: Weltweite Goldproduktion in Tonnen



GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.