Gold richtig schenken

Fünf Tipps, wie Sie Gold steuerfrei und legal verschenken, worauf sie insbesondere bei Kindern und auch bei der richtigen Lagerung achten sollten.

1. Warum besser Gold als Geld schenken?

Gold ist persönlicher als Geld, wenn es um Geburt, Taufe oder den Geburtstag des oder der Kleinen geht. Und schöner: Egal ob man sich für eine klassische Goldmünze oder einen kleinen Goldbarren entscheidet.
Auch für die Eltern des beschenkten Kindes hat Gold einen praktischen Vorteil. Denn die Frage, wie sie ein Geldgeschenk wertsichernd veranlagen sollen, erübrigt sich.

2. Wann sind Goldgeschenke steuerfrei?

Der Erwerb von Goldmünzen ist in Österreich steuerfrei, wenn diese nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, in ihrem Herkunftsland als Zahlungsmittel gelten (oder galten) und eine Feinheit von wenigstens 90 Prozent aufweisen. Goldbarren können steuerfrei gekauft werden, wenn sie ein auf dem Goldmarkt akzeptiertes Gewicht und einen Feingehalt von mindestens 99,5 Prozent besitzen.
Auch Schenkungsteuer gibt es keine – ganz egal, ob man das eigene oder ein nicht verwandtes Kind beschenkt.
Aber was, wenn das beschenkte Kind volljährig wird und seine Münzsammlung verkaufen will? Hier ist zu beachten, dass realisierte Gewinne erst nach Ablauf einer einjährigen Spekulationsfrist von der Einkommensteuer befreit sind. Ist aber zwischen der Anschaffung (oder Schenkung) und der Veräußerung des Goldes mehr als ein Jahr vergangen, dann ist der dabei erzielte Veräußerungsgewinn steuerfrei.

3. Wann ist eine Schenkung zu melden?

Zwar gibt es in Österreich keine Schenkungsteuer mehr, ab gewissen Schenkungsbeträgen existiert aber eine Meldepflicht. Beschenkt man Kinder aus der eigenen Familie – das gilt auch für Enkel, Urenkel, Nichten, Neffen oder jüngere Geschwister –, müssen Schenkungen über 50.000 Euro innerhalb eines Jahres angezeigt werden. Beschenkt man ein nicht verwandtes Kind, müssen Schenkungen (zwischen denselben beiden Personen) über einem Wert von 15.000 Euro innerhalb von fünf Jahren gemeldet werden.
Dazu hat innerhalb von drei Monaten ab Erwerb (oder der letzten Schenkung, die den Höchstbetrag sprengt) eine Anzeige zu erfolgen. Idealerweise auf elektronischem Weg über FinanzOnline, wo es eine eigene Eingabemaske für die Schenkungsmeldung gibt, alternativ per Formular. Die Meldung ist kostenfrei.
Unterbleibt die Anzeige und fragt der Fiskus eines Tages nach, woher das Vermögen stammt, muss der Abgabenpflichtige Beweise für die seinerzeitige Schenkung erbringen. Bei vorsätzlicher Nichtanzeige droht zudem eine Geldstrafe von bis zu zehn Prozent des gemeinen Werts des geschenkten Vermögens.

4. Dürfen Goldgeschenke in Kinderhände?

Kaum hat der kleine Beschenkte seine Goldmünze ausgepackt, mag er mit ihr spielen. Kann man’s ihm erlauben?
Die Grundregel lautet: Edle Münzen mit hoher Prägequalität, wie „handgehoben“ oder „polierte Platte“ oder generell Sammlermünzen sollten niemals unverpackt in Kinderhände gelangen. Schon ein einzelner Fingerabdruck kann zur Wertminderung führen, gar nicht zu sprechen von Kratzern.
Bei Anlagemünzen wie einem Philharmoniker ist das grundsätzlich weniger heikel. Kratzspuren oder selbst eine kleine Delle sollten den Wiederverkaufswert nicht schmälern. Zumindest, wenn man an professionelle Händler verkauft. Dennoch sollte man vor allem kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt mit Goldmünzen spielen lassen.

5. Wie und wo lagert man Gold?

Was Gold nicht mag, ist dauerhafte Luftfeuchtigkeit. Hier droht die sogenannte Goldblüte, erkennbar an kleinen rötlichen Flecken. Wurde ein Münzensatz oder eine Gedenkmünze in einer speziellen, dicht verschlossenen Hüllen geschenkt, sollte man diese unbedingt darin belassen. Da in den letzten Jahren das „Drumherum“ zunehmend an Wichtigkeit gewinnt, sollte man auch Verpackungen, Echtheitszertifikate etc. stets aufheben. Schließlich sollte man sich noch überlegen, ob man, statt die Goldstücke nur möglichst gut im Schrank zu verstecken, nicht lieber einen Tresor anschafft oder das Gold in einem externen, gesicherten Depot aufbewahrt.

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