Goldminenbetreiber haben die Kosten erstmals im Griff

Damit wir uns am Glanz des Edelmetalls Gold erfreuen können, muss dafür zunächst einmal jede Menge Erde, Staub und Gesteinsmaterial bewegt werden.

Minenbetreibern gelang es in den vergangenen Jahren, die Kosten besser unter Kontrolle zu haben. Dabei macht auch der technische Fortschritt nicht halt vor einem der ältes­ten Gewerbe: So setzt etwa Newmont Mining probeweise in einer Goldmine in Australien autonom fahrende Lastwagen ein, die im Betrieb kostengünstiger sind. Die Lkw-Fahrer werden anderwertig eingesetzt (Foto: Wolf_Creek_Productions)

Das ist aufwendig und auch sehr teuer, vor allem wenn man in Betracht zieht, dass viele der Minen teils in entlegenen, unwegsamen Gebieten liegen. In den vergangenen Jahren lagen die durchschnittlichen Gesamtkosten, um eine Unze Gold zu fördern, laut Joe Foster von VanEck Asset Management bei rund 1.000 US-Dollar. Diese Kosten unter Kontrolle zu halten ist für die Minenbetreiber eine große Herausforderung, wie historische Daten belegen: Immer dann, wenn die Goldkurse gestiegen sind, gingen auch die Förderkosten nach oben, wodurch die Margen der Minen auch im Gold-Boom-Phasen nicht gesteigert werden konnten.
Doch beim aktuellen Goldpreiszyklus scheint es laut Foster anders zu sein. „Die Unternehmen weisen in diesem Zyklus eine bessere Kostenkontrolle auf als je zuvor. Beachten Sie, dass die Kos­ten bei etwa 1.000 Dollar geblieben sind, während der Goldpreis auf über 2.000 Dollar im Jahr 2020 gestiegen ist.“ Als Grund dafür beschreibt der Goldexperte in einer aktuellen Analyse, dass sich die Minen auf Effizienz konzentrieren und „weniger von Wachstum besessen sind“. Die Unternehmen bauen nicht mehr gleichzeitig mehrere Minen, sondern der Reihe nach, um kostspielige Fehler zu vermeiden.
Einen wesentlichen Beitrag zur Kostendisziplin leistet auch der technische Fortschritt: So gab etwa Newmont Mining, einer der größten Minenbetreiber weltweit, in seiner Gold- und Kupfertagebaumine Boddington in West­australien den erstmaligen Einsatz autonom fahrender Transportfahrzeuge bekannt (siehe Foto). Sie sind mit geringeren Wartungs-, Kraftstoff- und Arbeitskosten verbunden und sollen auch in anderen Minen eingesetzt werden, falls sie sich bewähren. Die frei werdenden Fahrer werden laut Newmont Mining auf andere Funktionen umgeschult.

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