Die „Bibel“ für Goldanleger

Wann erreicht Gold sein nächstes Allzeithoch und warum? Fundierte Antworten darauf liefert der Ende Mai erschienene „In Gold We Trust Report 2021“.

In diesem Jahr ist er 360 Seiten dick – „kein Alltime high“, wie Ronald-Peter Stöferle bei der Präsentation Ende Mai in Wien erklärte, aber trotzdem „viel Holz“, das sich als Lektüre für Schlechtwettertage anbiete, so der Managing-Partner und Fondsmanager der Incrementum AG.
Feinstes Understatement . . . Schließlich erscheint der „In Gold We Trust Report“ mittlerweile in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Chinesisch) und wurde im letzten Jahr mehr als zwei Millionen Mal heruntergeladen und geteilt. Damit zählt der Report, der 2021 zum bereits 15. Mal erstellt wurde, weltweit zu den meistgelesenen Goldstudien. In über 60 Ländern ist die Publikation von Experten anerkannt und das Wall Street Journal bezeichnete den In Gold We Trust Report als den „Goldstandard aller Goldstudien“.

Goldstandard seit 2007

Die erste Ausgabe des In Gold We Trust Report war noch unter dem Titel „Spezial Report Gold“ am 3. Mai 2007 von der Erste Bank Research veröffentlicht worden, wo Stöferle damals beschäftigt war. In der Folge entwickelte sich die Studie zu einem Standardwerk für an Gold interessierte Anleger. 2013 wird der Report erstmals unter dem Titel „In Gold We Trust“ veröffentlicht. Co-Autor ist Mark Valek, Partner der im selben Jahr gegründeten Incrementum AG. Die unabhängige Anlage- und Vermögensverwaltungsgesellschaft hat ihren Sitz im Fürs­tentum Liechtenstein. Valek ist Fondsmanager und war davor mehr als zehn Jahre bei Raiffeisen Capital Management tätig.

Gold ganzheitlich betrachtet

Was den In Gold We Trust Report von anderen Goldstudien unterscheidet, ist seine holistische (ganzheitliche) Betrachtung des Goldsektors und der wichtigsten Einflussfaktoren, so die beiden Autoren Stöferle und Valek: „Jedes Jahr unternehmen wir eine umfassende makroökonomische Analyse und untersuchen die Trends der Gegenwart und lernen aus der Vergangenheit mit dem Blick in die Zukunft. Um diese zu verstehen, müssen fundamentale Funktionsweisen des Finanz- und Wirtschaftssys­tems unter die Lupe genommen und kritisch betrachtet werden.“
Ein Anspruch des Reports ist es zudem, seinen Lesenden Wissen zu vermitteln. Neben „Klassikern“, die ihren festen Platz haben, werden daher jedes Jahr auch neue Aspekte zu den Themen Geld, Gold und Inflation beleuchtet. Außerdem wird der Report dank der Unterstützung durch „Premium-Partner“ kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der monetäre Klimawandel


Der 15. In Gold We Trust Report trägt den Titel „Der monetäre Klimawandel“. Stöferle und Valek wollen damit auf einen vielschichtigen Paradigmenwechsel aufmerksam machen, der durch die Corona-Pandemie und die politischen Reaktionen darauf ausgelöst wurde und seinen Ausdruck insbesondere in einer „budgetäre Nonchalance, der Verschmelzung von Geld- und Fiskalpolitik sowie neuen Aufgaben der Geldpolitik“ findet. 2020, so die beiden Experten, wurde das Zepter der Geldschöpfung an die Politik weitergereicht und die Pandemie hat weltweit die Staatsschulden auf noch nie dagewesene Höhen aufgeblasen.
Stöferle: „Eine Begleiterscheinung des monetären Klimawandels ist die schier unbegrenzte Liquidität, die seit Beginn der Corona-Pandemie die Märkte überschwemmt und bereits eine merkliche Anhebung des Vermögenspreis- und mittlerweile auch des Konsumentenpreisniveaus bewirkt hat.“
Eine der möglicherweise dramatischs­ten Konsequenzen, welche das neue monetäre Klima mit sich bringen könnte, ist die Renaissance der Verbraucherpreisinflation. Valek: „Unserer Meinung nach befinden wir uns derzeit erst in der Anfangsphase einer inflationären Entwicklung.“ Und beide Experten sind überzeugt, dass die aktuellen Teuerungsdynamiken nicht vorübergehend und negative Realzinsen das neue Normal sind. Das wiederum bildet die Basis für ein weiteres Steigen des Goldpreises.

Goldpreis wird weiter steigen

Für Stöferle und Valek stellt sich daher nicht die Frage, ob, sondern wann Gold ein neues Allzeithoch erreichen wird. „In den Folgemonaten des Einbruchs an den Börsen im März 2020 sahen wir einen sehr dynamischen Anstieg des Goldpreises, der im August 2020 in neuen Allzeithochs kulminierte. Danach folgte eine Konsolidierungsphase, die mittlerweile abgeschlossen scheint“, so Stöferle über die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate. Auch Valek sieht nur eine „Verschnaufpause“, die Gold eingelegt hatte: „Neben Gewinnmitnahmen, einem festeren US-Dollar und Opportunitätskos­ten im Zuge der Bitcoin-Hausse, waren steigende Anleihenrenditen ein wesentlicher Auslöser für den aufkommenden Gegenwind.“ Bestätigt wird die Einschätzung dadurch, dass der Goldpreis seit April 2021 wieder steigt. Und vertraut man der Prog­nose des In Gold We Trust Report 2021, kann dieser mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 45 Prozent bis Dezember 2021 auf bis zu 2.100 US-Dollar pro Unze klettern. Das wäre ein neues Allzeithoch, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Denn wie bereits 2020 formuliert, gehen Stöferle und Valek weiter davon aus, dass der Goldpreis bis 2030 auf bis zu 4.800 US-Dollar pro Unze steigt.

>> Zum Download: Das sind die Kernaussagen des In Gold We Trust Report 2021

In Gold We Trust Report: Lesen oder schauen

(Foto: Incrementum)

Den In Gold We Trust Report 2021 gibt es als „Extended Version“ mit 350 Seiten und als „Compact Version“ mit 24 Seiten. Beide Versionen stehen unter folgendem Link als kostenlose Downloads zur Verfügung: ingoldwetrust.report.
Im Online-Archiv sind zudem sämtliche Reporte seit 2007 abrufbar, ebenfalls als Lang- und als Kurzversionen.
Wer lieber „schaut“, dem sei der Youtube-Kanal von In Gold We Trust empfohlen, wo viele Inhalte des Reports und andere spannende Themen, die zu dem Report passen, abrufbar sind.
Unter: www.youtube.com/c/InGoldWeTrust

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