USA im „Krieg gegen das Virus“

Die US-Notenbank und -Regierung nehmen so viel Geld wie noch nie in ihrer Geschichte im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in die Hand. Wirtschaft und Börse hängen vom Erfolg dieser Notmaßnahmen ab.

 

Illustration: Markus Murlasits

In etwa einem Monat wurde im globalen Durchschnitt mehr als ein Drittel der in den vorangegangenen elf Jahren erarbeiteten Kursgewinne vernichtet. US-Aktien lagen dabei gemessen am Standard-&-Poor’s-500-Index mit einem Minus von 35 Prozent in knapp fünf Wochen im Durchschnitt. Staatliche Finanzspritzen und erste Anzeichen, dass die Pandemie in einzelnen Ländern unter Kontrolle gebracht werden konnte, sorgten für eine Gegenbewegung.

Wie geht aber nun die Wallstreet mittel- und langfristig mit den Auswirkungen der Corona-Krise um? Wird die erwartete Rezession die Aktionäre verunsichern oder ist sie schon in den Kursniveaus enthalten? GEWINN analysiert für Sie die aktuelle Situation an den US-Börsen, stellt in gewohnter Weise positive und negative Einflussfaktoren zur Diskussion und gibt  Strategie- und Anlagetipps für die kommenden zwölf bis 18 Monate.

„...wie gewonnen, so zerronnen“

War noch die Freude über den geglückten Jahresauftakt an den meisten Weltbörsen teilweise euphorisch, so gab es vorerst durch die Unsicherheit auf dem Ölmarkt und dann durch die CoronaPandemie einen abrupten Stimmungswechsel. Die US-Börsen verzeichneten am 21. Februar 2020, gemessen am wichtigen Standard-&-Poor’s-500-Index, mit 3.393 Punkten einen historischen Höchststand. Dies bedeutete eine exakte Verfünffachung des „LehmanCrash-Tiefstands“ von 666 Punkten am 6. März 2009. Die elfjährige Hausse, einer der stärksten Anstiege der letzten hundert Jahre, fand dann im Vormonat März ein abruptes Ende. In den folgenden Wochen verlor die US-Börse bis 23. März über ein Drittel ihres Wertes und wies nur noch einen Stand von 2.191 Punkten auf.

Extreme Kursausschläge und eben hohe Volatilitäten waren die Folge, auch die Gegenbewegung war enorm, gab es doch in wiederum exakt einem Monat, also bis 23. April, ein Plus von 27 Prozent. Wer sich aber nicht vom Weltuntergangsmodus anstecken ließ und heldenhaft gegen den allgemeinen Trend Aktienkäufe tätigte, der war heuer der Gewinner. Wieder einmal wurde an den Wertpapiermärkten Mut gehörig belohnt.  

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