Vorschau aktuelle Ausgabe

 

 

„Wir sehen Zeichen für das Überschreiten des Konjunkturgipfels!“

Für Julien Marcilly, Chefvolkswirt vom Kreditversicherer Coface, deutet im Interview in Paris vieles darauf hin, dass der Höhepunkt des Konjunkturzyklus überschritten wurde und die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen steigen wird.

(Foto: Coface)

TOP-GEWINN: Die Wirtschaft scheint sich nach Jahren starken Wachstums etwas einzu­bremsen. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Marcilly: 2018 konnte die Weltwirtschaft  trotz einiger Hindernisse, wie etwa politischer Risken oder dem Anstieg der Ölpreise, das Wachstum noch auf 3,2 Prozent und damit auf demselben Niveau wie 2017 halten. Aber gegen Ende letzten Jahres zeichnete sich durch eine Vervielfachung der Erschwernisse ein Rückgang des Wachstums ab, was auch die Erwartungen für heuer eintrübt. Daher liegt unsere Prognose für heuer bei 3,0 Prozent Wachstum und damit etwas niedriger als letztes Jahr. Für die Euro-Zone erwarten wir 1,6 Prozent Wachstum nach 2,5 im Jahr 2017 und 1,9 Prozent im letzten Jahr.

TOP-GEWINN: Haben wir damit den Zenit im Konjunkturzyklus bereits überschritten?


Marcilly:
Ja, es deutet vieles darauf hin. In der Euro-Zone etwa sind die Produktionskapazitäten zu 84 Prozent ausgelastet. Das ist sehr nahe an den Höchstständen der letzten Konjunkturzyklen. 2007, 2001 und 1991 lag die Kapazitätsauslastung auch jeweils bei 85 Prozent. Außerdem zeigt sich, dass Unternehmen zusehends Probleme bei der Rek­rutierung von Mitarbeitern haben. Selbst in Ländern wie Frankreich, in denen die Arbeitslosenrate noch vergleichsweise hoch ist. Beides sind typische Zeichen für das Überschreiten des Konjunkturgipfels.

Lesen Sie das gesamte Interview dazu in der aktuellen März-Ausgabe des TOP-GEWINN – jetzt neu!

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.