Benko gibt Kammer-Immobilien schnell ab

Die Wiener Wirtschaftskammer verkaufte die nicht mehr benötigten Palais Festetics und Gewerbehaus an René Benkos Signa und diese gibt sie an Investor Klemens Hallmann weiter.

Fotos: Michael Hetzmannseder, APA/Helmut Fohringer/picturedesk.com

Im April übersiedelte die Wiener Wirtschaftskammer ihre über 700 Mitarbeiter in das neue „Haus der Wiener Wirtschaft“ am Praterstern. Aus zehn über ganz Wien verstreuten Standorten wurde einer. Gekauft hatte die Kammer die neu errichtete Zentrale von René Benkos Signa. Schon davor verlautbarte die Kammer, dass sie wiederum zwei ihrer nun nicht mehr benötigten Immobilien an die Signa verkaufen werde. Das war zu einem das Palais Festetics in der Berggasse im Neunten Wiener Bezirk. Das 1858 erbaute Palais war seit den 1960er-Jahren von der Kammer genutzt worden. Der Verkaufspreis betrug 18,16 Millionen Euro. Die zweite Liegenschaft ist ebenfalls prominent: Das Wiener Gewerbehaus im Dritten Bezirk, nahe dem Stadtpark gelegen. Die achtstöckige Immobilie am Rudolf-Salinger-Platz wurde im Stil der 1950er-Jahre für die Kammer erbaut und seitdem von ihr genutzt und für 17,5 Millionen Euro Ende März  verkauft. Die Sig­na wird die Zukunft der Immobilien allerdings nicht mehr mitgestalten. Schon Anfang April wurde ein neuer Eigentümer der beiden Besitzgesellschaften in das Firmenbuch eingetragen: Klemens Hallmann. Was er für die Gesellschaftsanteile bezahlte, ist nicht bekannt. Der Wiener – wie Benko aus kleinen Verhältnissen stammend – hat sich mit Immobilien jedenfalls zu einem der reichsten Österreicher emporgearbeitet.

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