Ex-Magna-Chef Wolf kauft Ex-Magna-Zentrale

Das benachbarte Schloss und der Golfplatz gehören ihm bereits. Nun kaufte Sigi Wolf auch die frühere Magna-Europa-Zentrale in Oberwaltersdorf in Niederösterreich.

Von hier aus lenkte Sigi Wolf einst selbst die Geschicke von Magna in Europa. Mittlerweile ist die Zentrale nach Wien abgesiedelt (Foto: APA/Jeff Mangione/KURIER/picturedesk.com, APA/MAYR Elke/WirtschaftsBlatt/picturedesk.com)

Das weitläufige Gebäude in der Magnastraße 1 sieht aus wie die amerikanische Kopie eines französischen Schlosses. Säulen, stuckverzierte Fenster und Springbrunnen vor der großzügigen Auffahrt: Von hier aus leitete Sigi Wolf jahrelang das Europa-Geschäft des kanadischen Autozulieferers Magna. Ende 2013, Jahre nach Wolfs Wechsel zu Oli­garch Oleg Deripaska, übersiedelte Magna die Zentrale nach Wien.
Das Büroschloss liegt am Gelände des Nobelgolfclubs und Villenparks Fontana, den Frank Stronach in den 1990er-Jahren hier einst gemeinsam mit seinem Top-manager Wolf aus dem Boden stampfte. Eine emotionale Verbindung. 2014 kaufte Wolf von Magna den Golfplatz und das dazugehörige – diesmal wirklich historische – Schloss Oberwaltersdorf. Die Firmenzentrale hingegen gehörte einem kanadischen Fonds. Dieser fand im Dezember 2015 in Wolf den naheliegendsten Käufer für das leere Bürohaus samt angeschlossenem Forschungs- und Entwicklungszentrum. Für das 7.700 Quadratmeter große Gebäude samt 2,5 Hektar Grund zahlte er 3,25 Millionen Euro.

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