Griensteidl-Haus geht an Holzindustriellen

Gerald Schweighofer kauft von Raiffeisen das Palais Herberstein am Wiener Michaelerplatz. Bekanntester Mieter ist das Café Griensteidl.

Gerald Schweighofer mag Top­lagen. Neben seiner Neuerwerbung am Michaelerplatz besitzt er nur wenige Meter weiter ein Haus am Kohlmarkt (Foto: Michael Hetzmannseder, Schweighofer Gruppe/Fotostudio Franz Pfluegl)

Gerald Schweighofer baute einst die größte heimische Sägewerksgruppe auf, verkaufte diese 2001 luk­rativ an die schwedische Stora Enso und ist mittlerweile größter Holzverarbeiter in Rumänien. Der gebürtige Waldviertler investiert sein Geld aber nicht nur in Holz, sondern auch in Ziegel. Bevorzugt in den besten Lagen der Republik. Prunkstück war bisher das Haus Kohlmarkt 10. Doch nun hat Schweighofer sein Portfolio nur wenige Meter weiter um eine ähnliche prominente Adresse erweitert: Michaelerplatz 2,1010 Wien.
Das auch als Palais Herberstein bekannte Haus an der Ecke zur Herrengasse beherbergt im Erdgeschoß das berühmte Café Griensteidl. 1897 im Auftrag der Herbersteins erbaut, wurde das prächtige Zinshaus 1951 an die Girozentrale der österreichischen Genossenschaften, dem Vorläufer der Raiffeisen Zentralbank (RZB), verkauft. Die RZB verkaufte das Haus 2008 innerhalb der Raiffeisen-Familie um 35,75 Millionen an die Core Handels- und Beteiligungs GmbH weiter. Im Mai wanderte die Core aus dem Raiffeisen-Sektor samt der wertvollen Immobilie in Schweighofers Privatstiftung. Zum Kaufpreis gibt es nur Schätzungen. Branchenkenner gehen beim Wert des Hauses vorsichtig von mindestens 40 bis 50 Millionen Euro aus.

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