Mirko Kovats ist Thermenhotel los

Mit dem Hotelturm bei der Therme Oberlaa verkauft A-Tec-Pleitier Kovats ein weiteres Haus aus seinem einst großen Immobilienbesitz.

Mirko Kovats kassiert für das Airo Tower Hotel in Oberlaa 10,75 Millionen Euro (Foto: Michael Hetzmannseder, APA/Georg Hochmuth/picturedesk.at, Bearbeitung: GEWINN)

Mirko Kovats hatte große Pläne in Oberlaa. Neben der 2010 er­öffneten Therme wollte er um 55 Millionen Euro ein neues Thermenhotel errichten. Der in die Jahre gekommene Hotelturm nebenan, der ebenfalls Kovats gehörte, sollte damit verbunden und zu Ser­viced Apartments umgebaut werden. Doch 2010 schlitterte Kovats’ Industriekon­zern A-Tec in eine der größten Plei­ten der Zweiten Republik. Kovats, der nun wohl andere Sorgen hatte, sprang 2011 vom Hotelprojekt ab. Übrig blieb der bestehende 14 Stockwerke hohe Hotelturm Airo Tower, den Kovats aber ebenfalls loswerden wollte.
Während sich der Ex-Industrielle in den folgenden Jahren von einem großen Teil seines millionenschwe­ren Immobilienbesitzes ­trennte, darunter zahlreiche Zinshäuser (GEWINN be­richtete) und Hotels seiner Artis-Gruppe, u. a. am Semmering, blieb Oberlaa unverkauft.
Seit Mitte Juni ist Kovats nun auch das 258-Zimmer-Haus los, das ihm über seine beiden Privatstiftungen gehörte. Käufer war die Kurbadstrasse Projektentwicklungs GmbH, die dafür
netto 10,75 Millionen Euro bezahlte. Die Firma gehört zu je 50 Prozent dem Im­mobilienhändler Thomas Levinitschnig und der ebenfalls im Immobiliengeschäft groß gewordenen Familie Breiteneder. Laut Kaufvertrag darf Kovats das Hotel noch bis Mai 2016 weiter betreiben. Danach scheint ein Umbau zum Apartmenthaus weiterhin denkbar. Die Lage am Kurpark ist jedenfalls attraktiv. Ab 2017 endet die verlängerte U1 direkt vor der Haustüre.

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