Neues aus dem Grundbuch: Heller wird Nachbar von Netrebko

André Heller ersteht an einem der schönsten Plätze Wiens ein Innenstadt-Büro. Prominente Nachbarin im Haus ist Opernsängerin Anna Netrebko.

Das Haus am Franziskanerplatz war 2010 wegen Einsturzgefahr gesperrt, lange vor Hellers Kauf (Foto: Michael Hetzmannseder)

Ob Andre Heller hier tatsächlich arbeiten wird, ist nicht überliefert. Die Lage des Büros ist jedenfalls top. Es befindet sich in einem 1698 erbauten Haus am Franziskanerplatz im Herzen der Wiener Innenstadt. Für die Räumlichkeiten mit 246 Quadratmeter Nutzfläche bezahlte Heller Ende Juli 2,3 Millionen Euro. 2010 war das Haus, in dem Opernsängerin Anna Netrebko eine Dachgeschoßwohnung besitzt, in den Schlagzeilen, weil es wegen Einsturzgefahr gesperrt wurde. Nach Beseitigung der Baumängel wurde es zwei Monate später wieder für die Bewohner freigegeben. 

Staatsoper macht Platz für Luxuswohnungen

Der Hanuschhof liegt neben der Wiener Staatsoper gegenüber der Albertina und ist großteils im Besitz der Bundestheater Holding. Das teilweise mit Kuppeln ausgebaute Dachgeschoß, das einige der teuersten Wohnungen Wiens beherbergt, wird nun weiter ausgebaut. Die Wiener Staatsoper GmbH, eine Tochter der Bundestheater, hat im August den unausgebauten Dachboden der Ballettschule um sieben Millionen Euro verkauft. Käuferin war der Entwickler „Die Wohnkompanie“, der zu 75 Prozent der deutschen Wohnkompanie und zu 25 Prozent Geschäftsführer Roland Pichler gehört. Sie hat bereits im Februar 2016 den Dachboden der Kostümwerkstatt erworben und will die beiden aneinander grenzenden Dachböden nun zu elf Luxuswohneinheiten umbauen. Die Fertigstellung ist laut Pichler für Anfang 2018 geplant. 

Chorherren schlagen zu

Das Chorherrenstift Klosterneuburg, Besitzer eines der größten Weingüter Österreichs, investiert gerne in ­Immobilien. So auch Ende Mai, als die Ordensmänner um 6,4 Millionen Euro rund 5.200 Quadratmeter Grund nahe des Liesinger Bahnhofs erwarben. Auf besagtem Grundstück befindet sich ­eine Wohnhausanlage der Genossenschaft Wien-Süd, die dort bis 2043 ein Baurecht hat. Verkäufer war die BEMA Invest GmbH, die zur Hälfte dem steirischen Großtischler Martin Cserni gehört. 

Tojner sammelt Häuser im Sechsten Bezirk

Michael Tojner hat ein Faible für den Sechsten Bezirk. Der Sitz seiner Firmengruppe (u. a. Varta Batterien, Montana Tech, 700 Millionen Euro Umsatz) befindet sich im markanten Dachgeschoß seines Hauses Mariahilfer Straße 1. In Gehweite sammelt er seit Jahren Immobilien-Prunkstücke. So gehören ihm bzw. seinen Firmen unter anderem das Hotel Kummer auf der Mariahilfer Straße oder Anteile am 

Café-Sperl-Haus auf der Gumpendorfer Straße. Zwischen Kummer und Sperl erstand er nun ein sanierungsbedürftiges Zinshaus an der Ecke Stiegengasse und Gumpendorfer Straße um 2,85 Millionen Euro. Mit dem Nachbarn auf der Gumpendorfer Straße sollte es keine Probleme geben. Das Haus gehört ebenfalls Tojner. 

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