Öl-Ausstieg mit Landeshilfe

Der aufgestockte Raus-aus-Öl-Bonus des Bundes ist schon wieder aufgebraucht. Doch die Länder fördern den Heizungstausch weiter.

Foto: Ja'Crispy – GettyImages.com

Fördert Österreichs Regierung den Kampf gegen den Klimawandel mit ausreichenden Mitteln? Die Bürger nehmen die Förderungen offenbar begeisterter an als von der Politik erwartet: Schon im Juni waren die für heuer eingeplanten 42 Millionen Euro für thermische Sanierung und Ölheizungstausch – der Raus-aus-Öl-Bonus – aufgebraucht. Daher wurde eine Aufstockung um 20 Millionen Euro beschlossen. Diesmal nur für den Tausch von Öl-, Gas-, Kohle- und Stromheizungen und nicht mehr für thermische Sanierungen. Ab 23. September konnte man den Bonus für den Einbau von Holzzentralheizungen, Wärmepumpen und Fernwärme in Höhe von 5.000 Euro beantragen. Am 1. Oktober waren die 20 Millionen aber schon wieder weg. Für heuer ist Schluss.

600.000 Ölheizungen

Dabei gäbe es noch genug Ölheizungen zu tauschen. 600.000 Stück sind in Österreich noch in Betrieb. Wie es 2020 mit dem Sanierungsscheck und dem Raus-aus-Öl-Bonus weitergeht, ist noch offen und wird wohl erst von der neuen Regierung beschlossen.

Wem das zu unsicher ist oder wer nicht mehr so lange warten möchte, sollte sich die Förderungen seines Bundeslandes ansehen. Denn die Länder unterstützen den Einbau einer umweltfreundlicheren Heizung auch unabhängig von der Bundesförderung. Hier gibt es permanente Förderungen im Rahmen der Wohnbauförderung, aber auch zeitlich begrenzte Aktionen.

Bis zu 6.000 Euro Förderung in Vorarlberg

So läuft z. B. im Burgenland eine Sonderförderaktion, wenn man bis Jahresende von Öl auf ein alternatives Heizungssystem umsteigt. Bis zu 30 Prozent oder maximal 3.000 Euro werden ersetzt. Für den Einbau einer Photovoltaikanlage gibt es 400 Euro zusätzlich.

Auch in Niederösterreich warten maximal 3.000 Euro oder 20 Prozent der Investitionskosten. Hier haben Hausbewohner aber noch bis 31. Dezember 2020 Zeit für den Tausch und es wird auch der Abschied von Gasheizungen gefördert. Oberösterreich wiederum unterstützt nicht nur den Heizungstausch, z. B. 2.900 Euro für eine Pelletsheizung, sondern zahlt auch 1.000 Euro für die Entsorgung des alten Öltanks.
Die höchste Förderung gibt es aber in Vorarlberg. Dort sind bei einem Austausch der Ölheizung in einem Einfamilienhaus bis zu 6.000 Euro Förderung (max. 50 Prozent der Kosten) möglich.

Bevor man mit der Sanierung startet, sollte man die Förderungsrichtlinien genau studieren. Es ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, ob die Förderung vor Beginn der Sanierung beantragt werden muss oder erst im Nachhinein unter Nachweis der Rechnung. So muss z. B. in Kärnten der Förderantrag vor Beginn der Sanierungsmaßnahme eingereicht werden, in der Steiermark ist als erster Schritt eine Registrierung für eine Ökoförderung notwendig. Bei den Fristen, wie lange der Nachweis für den Einbau eingebracht werden kann, sind die Bundesländer ebenfalls unterschiedlich großzügig.

Links

Mehr Infos zum geförderten Heizkesseltausch für Ihr Bundesland finden Sie auf:
Wien
www.wien.gv.at/stadtentwicklung/
energie, Unterpunkt: Förderungen

www.noe-wohnbau.at/heizkesseltausch
Burgenland

www.wohnbauberatung-burgenland.at, Unterpunkt: Sonderförderaktion 2019 – Ölkesseltausch

Förderung für Wärmepumpen und Fern­wärme www.land-oberoesterreich.gv.at/ 190718.htm
Förderung für Biomasseheizungen
www.land-oberoesterreich.gv.at/97453.htm

Steiermark

Wohnbau.steiermark.at,
Unterpunkt: Ökoförderungen

Kärnten
www.ktn.gv.at/Service/Formulare-und-Leistungen/BW-L25
Salzburg
www.salzburg.gv.at/themen/energie, Unterpunkt: Förderungen
Tirol
www.tirol.gv.at/umwelt/energie,
Unterpunkt: Energieförderungen
Vorarlberg
energie@vorarlberg.at,
Tel.: 05574/511 26 26105

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