Sanieren mit Scheck

Bis zu 12.000 Euro Fördergeld können Hausbe­sitzer für thermische Sanierung und Heizungs­tausch abholen. Doch der Geldvorrat reicht maximal bis Februar 2019.

Foto: lorhelm – Fotolia.com

Bis zum Start des alljährlichen Sanierungsscheck des Bundes hat es heuer bis Mitte Juni gedauert. Von den ursprünglich bereitgestellten 42,6 Millionen Euro Fördergeld sind schon rund 16 Millionen Euro für über 3.000 Sanierungsprojekte aufgebraucht. Förderanträge werden so lange angenommen, bis der Fördertopf leer ist, spätestens jedoch bis 28. Februar 2019. Wer also ein Projekt geplant hat, sollte zur Sicherheit nicht zu lange warten. Wie und wann es im nächsten Jahr mit der Sanierungsförderung weitergeht, ist offen. Auch wer schon eine Sanierung umgesetzt hat, kann sich die Förderung holen. Im Vergleich zum letzten Jahr sind heuer auch rückwirkend alle Sanierungsmaßnahmen, die ab 1. Jänner 2018 begonnen wurden, förderungsfähig.

5.000 Euro „Raus aus Öl“-Bonus

Anträge können ausschließlich natürliche Personen einreichen, die an ihrem in Österreich gelegenen Wohnobjekt eine Renovierung durchführen. Dabei steht nur ein Förderungsantrag pro Antragsteller und Objekt (z. B. Einfamilienhaus, Reihenhaus) zur Verfügung. Das Gebäude muss älter als 20 Jahre sein. Förderungsmittel werden etwa für Wärmedämmung an Außenwänden, Sanierungen der Fenster und Austausch des fossilen Heizsystems bewilligt. Als förderungsfähig gelten umfassende Sanierungen des gesamten Hauses sowie Teilsanierungen mit einer Reduktion des Heizwärmebedarfs um 40 Prozent. Wie viel Energie eingespart wird, muss mittels Energieausweis belegt werden. Auch Einzelmaßnahmen wie etwa ein Tausch der Fenster werden gefördert, allerdings nur in Verbindung mit dem Austausch des Heizungssys­tems. Der Zuschuss kann maximal – abhängig von Sanierungsart und Einsparung des Heizwärmebedarfs – zwischen 3.000 und 6.000 Euro betragen. Zusätzlich gibt es auch noch den neuen „Raus aus Öl“-Bonus. Dieser bringt bis zu 5.000 Euro Zuschuss für den Ersatz einer alten Öl-, Gas- oder Koksheizung. Die Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen wird ebenfalls mit einer Förderung in Höhe von 1.000 Euro unterstützt. Maximal können bis zu 30 Prozent der Investitionen oder 12.000 Euro rückvergütet werden.

Für Betriebe und mehrgeschoßi­-ge Wohnbauten gibt es ebenso eine Förderung mit eigenen Anforderun-gen und Fördersummen. Mehr Informationen dazu gibt es online unter www.sanierung18.at.

Checkliste Sanierungsscheck

  • Für die Einreichung: Vollständig ausgefüllter Antrag, Energieausweis, Lichtbildausweis, Meldezettel (ob Haupt- oder Nebenwohnsitz spielt keine Rolle), Kostenvoranschläge und Grundbuchauszug
  • Antrag per E-Mail bei den Bausparkassen einreichen
  • Formulare zur Antragstellung auf www.sanierung18.at
  • Antragstellung bis spätestens 28. 2. 2019 (falls noch Fördergeld vorhanden)
  • Umsetzung der Sanierung von 1. 1. 2018 bis 30. 6. 2020
  • Endabrechnung bis 30. 9. 2020 einreichen
  • Belege/Rechnungen müssen auf den Förderungsnehmer ausgestellt und von diesem bezahlt worden sein. Alle Belege und Rechnungen von Material, Montage, Planungskosten bis zum Erhalt der Förderung aufbewahren!
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