Wie viel Rendite Zinshäuser bringen

In Wien sind innerhalb des Gürtels Renditen bis 3,9 Prozent möglich, außerhalb ab vier Prozent.

Die Masse der Wiener Zinshäuser kostet zwischen ein und 2,5 Millionen Euro (Foto: lowkick - Thinkstock.com)

Klassische Zinshäuser (Baujahr 1848–1918) sind gefragt wie nie zuvor. 2015 wurden in Wien Häuser im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft, so die Auswertung von Otto Immobilien. Die meisten Häuser (44 Prozent) wurden in der Preiskategorie ein bis 2,5 Millionen Euro verkauft. Nur zehn Prozent der Häuser kosteten über fünf Millionen Euro. Die Quad­ratmeterpreise bewegen sich mit Ausnahme des Ersten Bezirks zwischen 1.000 und 3.200 Euro. 

Auf die Rendite, die man aus der Vermietung erzielt, wirkt sich die starke Nachfrage freilich negativ aus. Da die Mieten in den Altbauten preisgeschützt sind, steigen sie wesentlich langsamer als die Kaufpreise. Über vier Prozent Rendite sind derzeit nur noch in den Bezirken zehn bis zwölf, 14 bis 17 und 20 bis 23 erzielbar. Innerhalb des Gürtels und in den Nobelbezirken 13, 18 und 19 muss man sich mit 2,2 bis maximal 3,9 Prozent bescheiden. Einen Sonderstatus hat der Erste Bezirk: Dort werden sogar Häuser mit einem Prozent Rendite gekauft.

Die Käufer dürften ob der geringen Erträge nicht nervös werden. Sie sehen ihre Häuser offenbar eher als langfris­tigen Geldparkplatz denn als Einnahmequelle: „Das Motto lautet: Substanz schlägt Rendite. Dazu kommt der Besitzerstolz, der bei schönen Altbauten eine immer größere Rolle spielt“, beobachtet Eugen Otto.  rw

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