Zwei Ringstraßen-Palais bewegen 130 Millionen Euro

Die Wiener Städtische kaufte ein Palais hinter dem Burgtheater für 48 Millionen, die frühere k.u.k.-Mehlbörse am Ring ging für 80 Millionen Euro an die Real Invest.

Die ehemalige k.u.k. Frucht- und Mehlbörse an der Wiener Ringstraße wurde aufwendig saniert, an eine Anwaltskanzlei vermietet und nun für 80 Millionen Euro an den Immobilienfonds Real Invest verkauft (Foto: CBRE Group)

Während Konkurrent UNIQA in den letzten Jahren zu den großen Verkäufern von Zinshäusern in der Wiener Innenstadt zählte, stockte die Wiener Städtische Versicherung ihren Bestand um einige Prunkstücke auf. Wie nun im Grundbuch ersichtlich ist, kam im August ein weiteres dazu. Es handelt sich um das denkmalgeschützte Zinshaus Ecke Bankgasse/Löwelstraße, das genau hinter dem Burgtheater liegt. Für die Toplage machte die Versicherung 48,1 Millionen Euro locker und übernahm das Objekt in ihren Deckungsstock. Verkäufer war die Kapsch Holding von Wilhelm Kapsch. Der Onkel der beiden Vorstände des gleichnamigen Kommunkationstechnikkonzerns ist mit diesen nicht mehr geschäftlich verbunden. Ende 1998 schied Wilhelm Kapsch nach 30 Jahren im Vorstand aus dem Unternehmen aus, zwei Jahre später verkaufte er seine Firmenanteile an die Neffen Georg und Kari. 

80 Millionen Euro für Ringstraßenpalais

Schräg gegenüber des alten Börsegebäudes an der Wiener Ringstraße liegt das Haus Schottenring 19. Auch hier befand sich einst eine Börse, die k.u.k. Frucht- und Mehlbörse. Mittlerweile residiert in dem von 2012 bis 2014 aufwendig sanierten Palais unter anderem eine große Anwaltskanzlei. Deren neuer Vermieter ist seit Oktober der größte heimische Immobilienfonds, der Real Invest Austria. Dieser erstand das fast 10.000 Quadratmeter große Gebäude auf Vermittlung von Makler CBRE. Als Kaufpreis flossen 80,2 Millionen Euro an die Vorbesitzer, einen Wiener Rechtsanwalt und einen Architekten.

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