EMS-Training für zu Hause

Der Vorteil des mobilen Antelope-Systems vorweg: Es ist im Alltag gut integrierbar. Man kann ein EMS-Training überall und jederzeit, ohne in einem Studio Termine vereinbaren zu müssen, zu Hause, im Freien, im Urlaub rasch und ohne großen Aufwand durchführen.

EMS (elektrische Muskelstimulation) ist, richtig betrieben, ein hocheffizientes Training für Kraft und/oder Ausdauer in nur 20 Minuten.
Antelope bietet einen Suit (Hose und Shirt) mit eingearbeiteter, Strom leitender Technologie an. Der Booster (Akku) wird seitlich am Bauch angeklipst, mit der App verbunden, „Ausdauer“, „Kraft“ oder „Massage“ auswählen, die Zeit (5, 10, 15, 20 Minuten) einstellen und starten. Per App wird auch die Intensität in den Bereichen (oberer Rücken, Brust, Arme, Bauch etc.) einfach und übersichtlich gesteuert, die Bedienerfreundlichkeit hat aber noch Luft nach oben.
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Hygiene, da der Suit nicht wie in Studios von anderen mitbenutzt wird. Die Wirkung (Muskelkontraktion) selbst ist gut, aber nicht mit einem Profi-EMS-Terminal im Studio vergleichbar. Die App kennt auch nicht, wie beim System von diPulse (siehe GEWINN-Septemberausgabe 2020, Seite 140), neben den drei Programmen eine Vielzahl weiterer unterschiedlicher Trainingsprogramme.
Ein angenehmer Unterschied zur Studio-Version: Dort werden die Elekt­roden zuerst stark angefeuchtet. Antelope hingegen verwendet „Trocken­elekt­roden“. Allerdings hat sich im Test gezeigt, dass das mitgelieferte „Elektroden-Kontakt-Spray“ dann sinnvoll und wichtig ist, wenn man nicht rasch durch eine zumindest leichte Schweißentwicklung den Impuls verstärkt. Das Spray wurde speziell für den Elektrodenhautkontakt hergestellt, kann aber erst im Laufe des Frühjahrs nachbestellt werden. Derzeit ist ein Fläschchen im Lieferumfang – wie lange man damit auskommt, hängt von der Verwendung ab, bis zum Frühjahr sollte es reichen.
Testfazit: Interessante empfehlenswerte mobile Alternative zum stationären EMS-Training, nicht zuletzt, da durch Lockdowns mitunter gar nicht im Studio trainiert werden kann. Ob der Suit die 1.559 Euro wert ist, hängt schlussendlich von der eigenen Trainingshäufigkeit ab, das muss man sich im Vergleich zu den Studiokosten durchrechnen. Weiters gibt es um 299 Euro ein Tank-Top-Set sowie Calf-­Guards für die Waden um 269 Euro.

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