HDMI-Sticks machen den Fernseher smart

HDMI-Sticks übertragen Fotos, Videos, Musik und auch Web-Seiten oder Dokumente auf Ihr TV- Gerät, egal ob ein lokal gespeichertes Video oder Inhalte aus dem lokalen Netz oder überhaupt aus dem Internet.

HDMI-Sticks wie der Amazon-Fire-TV-Stick um 39 Euro bringen das Internet auf den Fernseher. (Foto: Amazon)

Als direkten Mitbewerber zu Googles Chromcast (Testbericht im Mai-GEWINN 2014, Seite 136) positioniert Amazon seinen Amazon Fire TV- Stick um 39 Euro. Damit soll auch das Amazon-Prime-Angebot gepusht werden,das neben einem schnelleren Zustelldienst von Bestellungen bei Amazon auch das Streaming-Angebot von Amazon unterstützt. Der Fire-TV- Stick wird in den HDMI-Anschluss des Fernsehgerätes gesteckt, da er aber einen Dual-Prozessor besitzt, muss er mit dem Ex-tra-Netzteil an die Steckdose, die Stromversorgung via Fernsehgerät-USB-Anschluss reicht nicht. Musik von Spotify oder – no na ned – Amazon-Musik kann über den optischen Ausgang direkt an eine Stereoanlage übergeben werden. Filme aus den Portalen oder im Internet können über die Spracherkennung an der beiliegenden Fernbedienung „mündlich bestellt“ werden. Alternativ ist die Fire-TV-Fernbedienungs-App für Fire-, Android- und iOS-Geräte kostenlos herunterladbar.

Von renkforce gibt es den renkcast HDMI-Stick ab 33,90 Euro, der AirPlay, Miracast und DLNA unterstützt. Ausreichend WLan-Verfügbarkeit am Standort des TV vorausgesetzt braucht der renkcast nur in den HDMI- und zur Stromversorgung in den USB-Anschluss des Fernsehgerätes gesteckt werden, schon können die Urlaubsfotos vom Smartphone in Großformat betrachtet werden. Wer trotzdem ein Netzteil braucht, kann ein Standard-USB-Handyladegerät mit 5V nutzen. EZCast App für iOS und Android zur Steuerung und Übertragung von Web-Seiten, Fotos oder Videos ist kostenlos verfügbar. Aber Achtung, Pay-TV-Apps wie z. B. Sky go verhindern das Spiegeln von Video-Inhalten von mobilen Geräten auf den renkCast-Stick.

Der Alpentab Alpenstick ist ein richtiger kleiner PC im USB-Stick-Format, der von einem Intel-Quadcore- 1,33-GHz-Prozessor angetrieben wird und Windows 8.1 oder Android 4.4 als Betriebssystem besitzt. Mit der integrierten HD Grafik Gen.7, zwei GB Hauptspeicher und 32 GB SSD hat man seinen eigenen PC zukünftig immer bei sich. Ob als Schul-PC-, für Präsentationen unterwegs, als Spiel- oder Zweit-PC ist der Alpenstick einsetzbar, professionell kann er als Ansteuerung für „Signage“, also großen LCD-Bildschirm als Werbeschild oder Auskunftstafel mit gerade mal 25 Watt Verbrauch punkten. Per WLan 802.11b/g/n oder dem stromsparenden Blutooth 4.0 kommuniziert der Alpenstick mit seiner Umgebung, wie ein großer USB-Stick im Format 110x 38x9,7 mm bei gerade mal 46 Gramm ein echter Winzling. Der Preis liegt bei 179,90 Euro.

Beamer-Präsentation vom Smartphone?

Mit Apples AirPlay oder Androids Miracast kann der gesamte Bildschirminhalt des Smartphones gespiegelt werden. Statt mühsam den Laptop aufzubauen, genügt es, den Fernsehstick in den Beamer einzustöpseln (am HDMI-Anschluss!) und das PowerPoint direkt vom Smartphone mit einem Ad-hoc-WLan zu präsentieren.

Der Fernsehstick kann auch unterwegs im Hotel oder bei Oma und Opa gute Dienste leisten, wenn zumindest ein Fernsehgerät mit HDMI-Anschluss zur Verfügung steht. Spiele aller Art, entweder lokal auf dem Smartphone oder aus dem Internet, machen auf dem großen Fernsehschirm sicherlich mehr Spaß. Und die lokal gespeicherten Fotos oder Videos sind auf dem großen Schirm zum kleinen Preis präsentabel.

Fazit

Als Aufrüstung für ältere Flachbildfernseher und für den mobilen Einsatz helfen die preiswerten TV-Sticks Fotos, Videos und Filme, aber auch Power-Point-Präsentationen auf Fernsehgeräten darzustellen. Musikstreams aus dem Internet oder coole Smartphone-Spiele auf dem großen Gerät gespielt machen den TV-Stick in der ganzen Familie einsetzbar. 

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