Mauerschimmel ade

Mit dem BMB-Verfahren hat Gerhard Brandner aus Niederösterreich eine Methode entwickelt, Mauer­schimmel den Garaus zu machen – gift- und gefahrstofffrei.

Das von Gerhard Brandner entwi­ckelte und patentierte „BMB-Verfahren“ zerstört Schimmel, Algen sowie organische Farbstoffe und ist nach Abschluss völlig gift- und gefahrstofffrei (Foto: MB Gebäudehygiene)

Weltweit bekannt und gefürchtet: Mauerschimmel kann den Menschen das Leben ungeheuer schwer machen. Durch den Befall mit diesem Pilz werden Wohnräume – nicht nur für alte, kranke oder sensibilisierte Personen – zur veritablen Gefahr.

Bislang wurden durch Schimmel geschädigte Gebäude mit mechanischen Reinigungsmethoden oder mit chemischen Gefahrstoffen, zum Beispiel Chlor, behandelt. „Mit herkömmlichen Reinigungsverfahren sind weder der Schimmel noch die Verfärbungen, die durch Schimmelfarbstoffe ausgelöst werden, vollständig zu entfernen. Das sind nur optische Scheinlösungen“, weiß Gerhard Brandner, Geschäftsführer der BMB Gebäudehygiene GmbH aus Droß (Krems-Land).

Bio-Angriff auf den Schimmel 

Die Lösung des Problems lautet „BMB- Verfahren“ und brachte dem Unternehmen zuletzt eine Nominierung für den 15. RIZ GENIUS Ideen- und Gründerpreis der Gründeragentur des Landes Niederösterreich (RIZ) ein. Brandner: „Unser BMB-Verfahren zerstört sämtliches wachstumsfähige Schimmel- und Algenmaterial sowie jegliche organische unerwünschte Farbstoffe und löst diese aus der gesamten obersten Materialschicht vollständig heraus“, so Brandner. Dabei kommen in mehreren Verfahrensschritten Flüssigkeiten und Biozide zum Einsatz, die verschiedene Aktivsubstanzen enthalten, durch die Aufeinanderfolge der Anwendungen und die daraus resultierenden chemischen Reaktionen inaktiviert werden. Das „schmeckt“ dem Schimmel gar nicht – und er stirbt ab. Als letzte Abbausubstanzen bleiben schließlich nur Wasser und Spuren von Kochsalz.

Brandner ist sich der Tragweite seiner Innovation bewusst: „Im Rahmen mehrerer wissenschaftlicher Studien konnte die revolutionäre Wirkungsweise unseres BMB-Verfahrens bestätigt werden.“ Das mittlerweile patentierte Verfahren ist nach Abschluss völlig gift- und gefahrstofffrei. „Es erfüllt alle nationalen und internationalen Normen und Zulassungen und kann in sämtlichen Exportmärkten eingesetzt werden“, ergänzt Brandner.

Forschen auf dem eigenen Dach

Der Weg zum Erfolg, sprich: zum optimalen Verhältnis der Antischimmel-Substanzen, war aber auch mit Herausforderungen gepflastert. Diese reichten sogar bis in die eigene Privatsphäre, wie der erfolgreiche Unternehmer schmunzelnd berichtet. Brandner: „Um die verschiedenen Wirkstoffe des Verfahrens optimal aufeinander abstimmen zu können, bedarf es zahlreicher Versuche, was nicht selten zu viel Schmutz führt. Also habe ich unter den misstrauischen Augen meiner Frau damit begonnen, auf dem Dach des familieneigenen Bauernhofes drei jeweils 3,5 Quadratmeter große ‚Testflächen‘ für Schimmelkulturen anzulegen und diese in luftiger Höhe zu ‚bewirtschaften‘“, so Brandner. 

Der Erfolg habe die familiären Wogen aber bald wieder geglättet, zeigt sich der Unternehmer zufrieden. Denn immerhin hat sein 2012 gegründetes Unternehmen mit drei Mitarbeitern und zuletzt 240.000 Euro Umsatz jetzt ein kostengünstiges und einfaches Verfahren zur Schimmelbekämpfung, das den schädlichen Pilzbefall von Mauer­werk nachhaltig eliminiert, die Fassa-de schont und den Verbleib von Gefahrstoffen oder Giften – und damit jede Gesundheitsgefährdung – ausschließt. Kleinere Schimmelflächen bis etwa einen halben Quadratmeter Fläche können mittels BMB-Schimmelentferner bekämpft werden, ein zweckdienliches 400-Milliliter-Fläschchen ist via Homepage des Unternehmens (bmb-schimmelentfernung.com) auf dem Versandweg zu beziehen. Bei größeren befallenen Flächen solle man sich direkt via Schimmelhotline (0660 262 0 262) mit der BMB Gebäudehygiene GmbH in Verbindung setzen, rät Brandner. 

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