Test: Hyundai Tucson 2.0 CRDi 4WD AT – praktisch easy

Hyundai stürmte in den letzten Jahren die Verkaufshitparade unaufhaltsam nach oben. Wenn man den Hyundai Tucson unter dem Sitzheizung-gewärmten Hintern hat und die Hände das beheizte Lederlenkrad bewegen weiß man warum.

Da hakt nichts, alles geht leichtgängig von der Hand, alles ist unproblematisch. Im Winter werden die besagten Heizungen sofort warm und nicht erst wenn man bereits erfroren fast am Ziel angekommen ist. Alles wirkt rund, durchdacht und unaufgeregt. Und wäre es nicht eine 6-Gang-Automatik, würde ich wahrscheinlich auch noch über die Leichtgängigkeit beim Schalten schreiben, die bei Hyundai quer durch die Palette zu finden ist. Lenkung und Fahrwerk sind zwar gegenüber früheren Hyundai-Modellen etwas straffer, gegenüber den deutschen SUVs kann man sie aber eben nur als leicht bezeichnen.

Den Tucson in dieser Form gibt es seit dem letztjährigen Genfer Autosalon, produziert wird er rund 300 Kilometer entfernt von Wien, in Tschechien. 4,475x1,850x1,645 Meter misst der Tucson, den ich in der Variante 2.0 CRDi 4WD AT mit 185 PS über Österreich nach Bayern und wieder retour chauffieren durfte. Auf deutschem Autobahn-Asphalt sind (in dieser Motorvariante) 180 km/h genauso angenehm zu fahren wie die langsamen 130 in Österreich. Der Verbrauch des Vier-Zylinders mit 1.995 ccm Hubraum lag am Ende des gesamten Testwochenendes mit rund 1.300 gefahrenen Kilometern bei rund 8,5 Liter, in den Unterlagen gibt die Marke einen Gesamtverbrauch von 6,5 Litern an (bei 170 g/km CO2-Ausstoß). Der Antritt beim Überholen mit höherer Geschwindigkeit ist in Ordnung, die Höchstgeschwindigkeit von gut 200 km/h erreicht der SUV problemlos, aus dem Stand gibt Hyundai 9,5 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h an – aber sprinten will mit dem Wagen sowieso niemand. Dafür sind die Sitze, das praktische Interieur – super sind die großen Interieur-Lichter vorne mittig oben – und die gute Ladefläche (488 bis 1.478 Liter) auch nicht ausgerichtet. Der Wagen ist ein guter, kompakter SUV, der seine Besatzung überall hinbringt, wo Asphalt und ebene Schotterstraßen einen eben hinführen.

Dass man als Testfahrer für das Design eines Sportwagens oder Cabrios genügend interessierte Blicke auf der Straße erntet, ist nicht neu. Aber auch bei diesem vernünftigen Fahrzeug musste ich des öfteren spontan Auskunft geben, vor allem über die reichliche Ausstattung. Okay, Pressefahrzeuge sind nicht gerade mit der minimalsten Ausstattungsvariante unterwegs. Dieses Modell mit „Moon Rock“-Farbe hatte so ziemlich alles inkludiert, was Hyundai zu bieten hat (ausgenommen einer Anhängerkupplung). Darunter beispielsweise ein für den Innenraum sehr viel Licht spendendes Panorama Glas-/Schiebedach, getönte Scheiben hinten, Rückfahrkamera, Sitzheizung auch hinten, acht Airbags sowie zahlreichen Assistenzsystemen. Zum Beispiel Spurhalte-, Spurwechsel- und Tote-Winkel-Assistent, Einpark-Assistent, Höchstgeschwindigkeitswarner. Zum Glück wurde bei der Abholung erwähnt, dass mein Testfahrzeug noch keinen (die neueste Auslieferung hat einen) automatischen Bremsassistenten an Bord hat, sonst wäre dieser Test vielleicht in die Hose gegangen.

Insgesamt brachte der Wagen in der Top-Ausstattung Platin 44.540 Euro auf die Straße. Wobei die Preisrange für den Tucson bereits bei 23.990 Euro anfängt und man dafür auch bereits ein sehr vernünftiges, praktisches und gut designtes kompaktes Fahrzeug bekommt. Allerdings als Benziner mit einer 1.6 GDI-Motorisierung mit 132 PS, manuellem Schaltgetriebe und Frontantrieb. Beim Diesel geht es mit dem 1.7 CRDi mit manuellem 6-Gang-Getriebe und 116 PS in der 2WD-Variante los. Wobei die Motorenpalette ab Mai erweitert wird. Dann gibt es zusätzlich den 1.7 GDI 2WD mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und 141 PS in unterschiedlichen Ausstattungen um 30.990 bis 39.490 Euro.

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