Das beste Wiener Streetfood

Nicht nur wegen der Pandemie liegt Streetfood derzeit stark im Trend. Doch Streetfood ist weit mehr als nur Take-away-Kost. Davon haben wir ja in den vergangenen Monaten mehr als genug gehabt. Auch der Begriff Fast Food trifft es nur ungenügend und ist bestenfalls ein Teil davon.

Von echtem Streetfood ist auch dann die Rede, wenn es um kleine Lokalitäten mit schneller Küche geht. Streetfood ernährt die Welt: Laut einer Studie der FAO ernähren sich 2,5 Milliarden Menschen täglich vom günstigen Essen, das zumeist direkt vor den Augen der Kunden angefertigt wird. Oft stehen auch ein paar Tische zur Verfügung, entweder im Lokal oder im Schanigarten: also mehr oder weniger „auf der Straße“.
Beginnen wir mit dem hierzulande beliebtesten Streetfood-Gericht, dem Burger. Die klassischen Burger amerikanischer Fastfood-Ketten lassen wir hier weg, die kennt man zur Genüge. Wo aber gibt es darüber hinaus wirklich gute Burger?

Nicht wenige Burger-Fetischisten sind der Meinung, die besten der Stadt stammen von „XO-Grill“ im Sechsten Wiener Bezirk. Die Adresse hat sich allerdings erst kürzlich geändert: seit Mitte Mai werden die Kult-Burger von „XO-Grill“ nicht mehr in der Gumpendorfer Straße, sondern im „Café Lambrecht“ auf der Linken Wienzeile angeboten. Das Fleisch für die „XO-Beef Smash Burger“ ist jedenfalls sagenhaft gut, die handgemachten Fritten ebenso, die Buns stammen von der Joseph-Bäckerei.

Kultstatus haben aber auch die Burger der „Weinschenke“ in der Franzensgasse im Fünften Bezirk. Top-Buns, erstklassiges Fleisch und großartige Saucen ergeben eine meilenweit von Fast Food entfernte Küche.
Ebenfalls empfehlenswerte Burger hat das Lokal „Flatschers“ in der Kaiserstraße im Siebenten Bezirk. Der beste Burger im Programm ist der Steakhouse-Burger mit gegrillten Steak-Stripes, die Fritten sind eher durchschnittlich.

Und dann wären da noch die „Burgermacher“ in der Burggasse, hier wurden schon lange vor dem Burger-Boom Brotlaberl mit Fleisch und Fritten in erstaunlicher Qualität serviert. Das Lokal ist damit längst eine Burger-Institution.

Wer hingegen den besten Döner der Stadt sucht, der kommt am „Berliner Döner“ in der Zieglergasse nicht vorbei. Der Stand gilt schon länger als die Nummer eins auf diesem Gebiet.

Vergleichsweise neu hingegen ist das „Taim“ mit israelischem Streetfood am Schottentor. Daniel Moisejew und Nikolaus Haupt haben das Lokal erst im Mai eröffnet. Neben den hervorragenden Sabich-Sandwiches reicht das Angebot von Falafel und Pita bis zu cremigen Hummus-Variationen.

Das „Taim“ folgt damit einem Trend, der schon vor Jahren vom „Miznon“ hinter dem Stephansdom ausgelöst wurde. Karfiol vom Grill ist dort so etwas Ähnliches wie die Hausspezialität. Beliebt ist auch das Minuten-Steak, das mit Tahini serviert wird.

In die Kategorie israelisches Streetfood fällt auch das „Hungry Guy“ am Rabensteig. Der israelische Koch Eyal Guy hat damit seine Idee einer multikulturellen Street Cuisine verwirklicht – mit Interpretationen der Küchen Westeuropas und des östlichen Mittelmeerraumes. Besonders empfehlenswert: die Schawarma-Platte nach einem Originalrezept mit 13 Gewürzen zubereitet und am Holzbrett in orientalischem Laffa-Brot mit Salat und Salzgurken serviert.

Drei täglich wechselnde Tacos – je eine Variante mit Schwein, Gemüse und einer Überraschung – haben das „Maiz“ in der Schönbrunner Straße in kürzester Zeit zum mexikanischen Kultlokal gemacht. Die Tirolerin Monika Sims verwendet für ihre köstlichen Tortillas sogar selbst geschroteten Mais.

Auch Tapas eignen sich als Küche für die Straße. Die beste Adresse auf diesem Gebiet: die Tapas-Bar „Reserva Ibérica by Paco“ in der Wallnerstraße. Und wie der Name erahnen lässt, gibt es hier vor allem „Jamon Iberico de Bellota“ in einer Qualität, wie man sie in ganz Wien nicht bekommt.

Dieser Schinken ist sauteuer, aber auch konkurrenzlos gut. Und das mehr oder weniger auf der Straße.

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