Kochbücher: Lesefutter für Zuhause

Gastronomen haben es derzeit nicht leicht und außerdem steht Weihnachten vor der Tür: Grund genug, diesmal einen Blick auf neu erschienene Kochbücher zu werfen.

Für Schnitzelfreaks

Gleich zwei neue Bücher widmen sich dem berühmten Bröselfladen. Unter dem Titel „The Wiener Schnitzel Love Book!“ liefern der Gast­ronom und Hotelier Florian Weitzer und der Gourmetjournalist Severin Corti ein echtes Schnitzelkompendium. Die beiden geben unter anderem Antworten auf Fragen wie: Welche zehn Gebote hat der Schnitzelherrgott aufgestellt? Wie lässt sich mit dem Hosenboden die Qualität des Wiener Schnitzels tes­ten? Warum stammt es ganz sicher nicht aus Mailand? Wie viel Schnitzel steckt eigentlich in einem wahren Wiener? Und wie frönt man dem Schnitzelkult in Tel Aviv oder Tokio, in Montevideo oder Kopenhagen? Natürlich wird auch ausführlich erklärt, auf was es beim Schnitzelmachen ankommt.
Der zweite einschlägige Wälzer stammt von den Brüdern Thomas und Hans Figlmüller und dem Food-Journalisten Florian Holzer. Zwar geht es in dem Buch „Die Wiener Küche“ nicht nur um das Hauptprodukt der Figlmüller-Schnitzel-Manufakturen, sondern auch um bekannte Highlights der Wiener Küche wie Zwiebelrostbraten, Kaiserschmarren und Tafelspitz & Co. Dem typischen Figlmüller-Schnitzel (aus Schweinefleisch und nicht wie im Original aus Kalbfleisch) wird aber dennoch viel Raum
gewidmet, schließlich hat es die kleine, aber feine, legen­däre Figlmüller-Schnitzel-Schwem­me in einem kleinen Durchgang in der Wiener Innenstadt schon einmal bis in die Gourmet-Spalten der „New York Times“ geschafft. Und so erzählt auch in diesem Buch Florian Holzer, laut Klappentext, die „wahre Geschichte hinter dem berühmtesten Schnitzel der Welt“.

Rezepte aus Gourmet-Tempeln

Elisabeth Grabner zählt zu den besten Köchinnen des Landes. Jetzt hat sie zusammen mit ihrem Sohn Clemens ihr erstes Kochbuch auf den Markt gebracht. Titel: „Das Koch-Duett“. Die beiden stehen im Restaurant Waldschänke im oberösterreichischen Grieskirchen am Herd, eine Lokalität, die schon seit Jahrzehnten von der Gourmetkritik in den höchsten Tönen gelobt wird und heuer das 30-jährige Jubiläum feiert. Das Duo serviert in dem Buch sowohl klassische wie auch modern interpretierte Rezepte der österreichischen Küche – vom Pilzgulasch über Bachforelle und Rehrücken, Backhendlsalat bis zu gebackenen Mäusen mit Mohn und Powidl. Insgesamt ein sehr übersichtlich gestaltetes Kochbuch mit leicht nachkochbaren Rezepturen, auch was die modern interpretierten Gerichte betrifft, sowie einem ausführlichen Teil über die Erfolgsgeschichte der Waldschänke.
Auch das Hotel mit Gourmet-Restaurant Rote Wand in Lech am Arlberg feiert heuer ein Jubiläum: Den Traditionsbetrieb gibt es immerhin schon seit 60 Jahren. Und so hat sich auch Hausherr Joschi Walch für ein Kochbuch entschlossen – mit Fotos von dem hoch begabten Starfotografen Ingo Pertramer. Das „Rote-Wand-Kochbuch“ gliedert sich in alle Mahlzeiten, die der Tag zu bieten hat. Das Buch ist prallvoll mit kulinarischen Ideen. Insgesamt eine Liebeserklärung an die alpine Küche.

Corona-Krisen-Bücher

Mit einem überaus originellen Kochbuch für Freunde der vegetarischen Küche überrascht die Autorin Katharina Seiser. Es ist ein Krisenkochbuch unter dem Titel „Hamsterküche“, nicht zuletzt eine Anspielung auf das Einkaufsverhalten während der Pandemie. Das Buch beinhaltet 21 abwechslungsreiche Rezepte aus Seisers Bestseller „Österreich vegetarisch“ und soll uns aus dem täglichen „Was koche ich heute?“-Hamsterrad rausholen. Und damit nicht nur die Leser satt werden, sondern auch jene, denen es nicht so gut geht, wird der gesamte Erlös dieses E-Books der Corona-Nothilfe der Caritas Österreich gespendet.
Ein Kochbuch für die mehr oder weniger aufgezwungene Zeit zu Hause, ist auch das „Falstaff-Kochbuch – Österreichs beste Rezepte“. Auf 200 Seiten werden jeweils fünf Lieblingsrezepte der besten Köche Österreichs und damit aller Bundesländersieger des jährlich erscheinenden Falstaff-Restaurantguides präsentiert. Es sind vorwiegend relativ einfache Gerichte, die man kennt, die aber in diesem Fall von absoluten Könnern stammen, Topköche, die auch mit Tipps und Tricks aus dem Nähkästchen nicht geizen. Und so sind die Rezepturen allesamt sehr leicht nachkochbar. Eine Eigenschaft, die man nicht allen Kochbüchern nachsagen kann.

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