Vorarlberger Spitzen

Viele Wirtshäuser und Restaurants in Vorarlberg haben wieder offen. Ob und wie die Öffnung funktioniert, stand zu Redak­tionsschluss noch nicht fest. Nicht jedes Lokal hat gleich zu Beginn aufgesperrt, einige wurden von Stammgäs­ten gestürmt, andere nicht. Man wird sehen, ob und wie die Gastronomieöffnung im westlichsten Bundesland schlussendlich funktioniert und ob es als Vorbild für weitere Öffnungen in den anderen Bundesländern herangezogen werden kann.

Deshalb hier eine kleine Auswahl an reinen Gastronomiebetrieben, die zu den besten im Ländle gehören und die man wieder besuchen kann.
Wie etwa das Restaurant Guth in Lauterach, schon seit geraumer Zeit eine der verlässlichsten, kulinarischen Topadressen in Vorarlberg. Das Küchenteam setzt auf eine erfrischend vielseitige Küchenstilistik, die mit viel Routine und großem Können umgesetzt wird. Und so finden sich auf der Karte auch internationale Klassiker wie Vitello Tonnato, Thai-Gemüsesalat mit Mango und Riesengarnelen oder ein Rotes Thai-Curryhuhn mit Zuckerschoten. Zu Küchenchef Thomas Scheuchers Signature Dishes gehören aber Kreationen wie Marinierter Kalbskopf mit Senfkörner-Jungzwiebelmarinade und Wachtelei oder Kutteln in Riesling mit Parmesan überba­cken. Auch seine Vorliebe für regionale Produkte ist unverkennbar. So stammt das Rind aus Bizau, das Lamm aus Andelsbuch, das Kaninchen aus Lauterach, die Fische aus heimischen Gewässern und das Gemüse und die Kräuter von Gemüsebauern aus dem Ländle und aus dem eigenen Garten. Aufgesperrt werden soll Anfang April.
Auch im Mangold in Lochau hat man sich zu einer Soft-Opening-Phase entschlossen und noch im März unter Einhaltung diverser Bestimmungen von Freitag bis Sonntag aufgesperrt. Das freut jene, die das Mangold schon immer zu schätzen wussten. Und dafür gibt es genügend Gründe. Michael Schwarzenbacher in der Küche hat trotz der vielen Auszeichnungen und Bewertungen in den Restaurantführern nie die Bodenhaftung verloren. Er kocht auf einer soliden Basis, aber stets auf hohem Niveau. Für die Einrichtung gilt: ein Mix aus modern und traditionell. Für die Übergangszeit steht ein Wintergarten zur Verfügung, im Sommer ein schattiger Gastgarten.
Zu den vergleichsweise neueren Lokalen (seit 2018) zählt das Hörnlingen in Rankweil, ein Glücksfall in vielerlei Hinsicht. Das Konzept stammt von dem hochbegabten Koch Dominic Mayer, der davor in vielen Spitzenbetrieben gearbeitet hat. In dem stimmig und stilvoll renovierten Haus mit blanken Tischen gibt es keine Speisekarte. In der Küche wird nur verkocht, was die Lieferanten gerade gebracht haben. Tiere werden im Ganzen verarbeitet, ein Küchentrend, der auch unter dem Titel „From nose to tail“ bekannt ist. Dazu eine gut zusammengestellte Auswahl an Natural Wines. Alles in allem sehr visionär und ein gelungener Mix aus moderner Wirtshausküche und trendiger Atmosphäre.
Das Hörnlingen ist seit Mitte März wieder offen, allerdings nur von Donnerstag bis Sonntag von 13 bis 19 Uhr. Auf einen Besuch der angeschlossenen Weinbar wird man vermutlich noch einige Zeit warten müssen.

>> Zum Download: Kontaktadressen

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