Jetzt Immunabwehr stärken!

Die Schnupfenzeit ist da – höchste Zeit, sich zu rüsten. Dazu verrate ich Ihnen bewährte Mittel und Rezepte, die Sie leicht probieren können.

Hühnersuppe, Sauerkraut und Zwiebel können Schnupfen verhindern (Foto: shironosov – Thinkstock.com)

Generell gilt, dass in dieser Zeit leicht scharfe Gewürze wie alle Pfeffersorten, Chilischoten, Muskat, Curry, Kardamom, Koriander und Sternanis, aber auch Gemüse wie Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Rettich, Radieschen und Kohlrabi sowie Kräuter wie Kresse, Pfefferminze und Ruccola positiv sind. Vor allem träge und übergewichtige Menschen sollten regelmäßig scharfe und wärmende Gewürze und Speisen zu sich nehmen. Aber Vorsicht! Übermäßiger Konsum von scharf-heiß wirkenden Nahrungsmitteln bzw. Gewürzen kann zu Hitzesyndromen und Trockenheitsproblematik, aber auch zu Reizbarkeit und Unruhe sowie Einschlafschwierigkeiten führen.

Sauerkraut als „Evergreen“

Ein altbewährtes Hausmittel ist es, dem Speisezettel täglich zumindest zwei bis drei Gabeln Sauerkraut hinzuzufügen. Milchsauer vergorenes Sauerkraut reinigt und kräftigt die Darmflora und stärkt damit die Abwehrkraft. Außerdem wirkt es positiv auf Nerven, Magen und Darm sowie den Leberstoffwechsel. Einzig bei Histamin-Unverträglichkeit können Probleme auftreten.
Tipp: Eine gesunde und schmackhafte Art Sauerkraut zu essen ist Sauer­kraut­rohkost, die sich auch gut in die Firma mitnehmen lässt. Das Rezept finden Sie unter weiter unten.

Zwiebel und Omas Hühnersuppe

Ebenso wertvoll als Unterstützung sind alle Lauchgewächse. Als Zwiebelsuppe oder frisch im Salat wirken sie nicht nur kräftigend auf die Abwehr, sondern auch bei ers­ten Krankheitszeichen. Zeigt sich erstes Frösteln, so kochen Sie roten Traubensaft mit Kardamom, frischem Ingwer und Zimt. Dies schmeckt herrlich und wärmt von innen.
Ein Stärkungsmittel, das schon meine Großmutter schätzte, ist Hühnerbrühe, die generell kräftigend wirkt. Außerdem ist sie schnell und einfach zubereitet (Rezept unter gewinn.com/gesundheit). Es gibt keine natürlichere und einfachere Medizin, um wieder „auf die Beine“ zu kommen, sei es nach längerer Krankheit oder auch bei emotionalem Stress.

Bewegung und Saunieren

Trotz bester Ernährung sollten Sie aber beachten, dass für einen stabilen Energiehaushalt regelmäßige Bewegung sowie ruhiges und gleichmäßiges Atmen wichtig sind. Der richtige Umgang mit den Emotionen sowie eine positive ­Lebenseinstellung sind ein weiteres wichtiges Element zur Pflege des eigenen Qis.
Vorbeugen lässt sich auch mit Sauna und Dampfkammer. Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass regelmäßiges Saunieren die Immunabwehr stärkt. Dazu reichen bereits ein bis zwei Aufgüsse auf der unteren Stufe bei maximal 90 Grad. Nach dem Schwitzen in der Sauna ist es wichtig, sich eine Nachruhe von mindestens 20 Minuten zu gewähren.

Wer meint, dass sich eine Erkältung anbahnt, für den ist eine Klimakammer optimal. Heizen Sie die Saunakammer nur bis zu einer Temperatur von 60 bis 70 Grad Celsius an. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch mehrmalige Aufgüsse. Schließlich begeben Sie sich mit einem feuchten Tuch (das vorher in Pfefferminztee getränkt wurde) in die Kammer. Atmen Sie – durch den Mund ein, durch die Nase aus – für 15 bis 20 Minuten die Dämpfe des Pfefferminztees.

Tipps für „Faule“

Wenn Ihnen dies alles zu schwierig ist, so ist Propolis eine wertvolle Hilfe. Propolis – das Kittharz der Bienen – ist für seine desinfizierende und die Abwehr kräftigende Wirkung bekannt. Besonders bei entzündlichen Prozessen im Nasen-, Mund- und Rachenraum ist es eine optimale Hilfe. Vorbeugend lutschen Sie mehrmals täglich einige Tropfen Propolis im Mund.

Ähnlich können Sie die wissenschaftlich bewiesene, Abwehr-kräftigende Wirkung des Echinacin nutzen. Am besten nehmen Sie dreimal täglich 20 Tropfen ein, aber nicht mehr.

Rezepte

Sauerkrautrohkost

300 g Sauerkraut, 60 g Apfel, 40 g Essiggurkerl, 1 TL Kapern, 1/2 Zwiebel, Saft einer Zitrone, 1 TL Honig, 1 TL Distelöl, 1 EL warmes Wasser.

Alles klein schneiden und vermengen, aus Zitronensaft, Honig, Distelöl und Wasser eine Marinade rühren und unter die Rohkost mengen.

Chinakohlsuppe

Zutaten: 120 g Chinakohl, 10 g Ingwer, 10g Frühlingszwiebeln.

Alles gemeinsam kochen.

Hühnersuppe

Zutaten: 2 Karotten, 1/2 Sellerieknolle, 1 gelbe Rübe, 1 Stange Porree (Lauch), Suppenhuhn, Ingwer, Sternanis, Dinkel

Huhn mit kaltem Wasser in Topf bedecken und kurz aufkochen lassen – entstehenden Schaum abschöpfen bzw. gesamtes Wasser abgießen, Huhn kurz mit heißem Wasser abspülen, den Topf säubern und nochmals mit frischem Wasser neu aufsetzen – so bekommen Sie eine schöne klare Suppe.

Grob geschnittenes Gemüse, einige Scheiben Ingwer, Sternanis und eine Tasse Dinkelkörner unter kurzem Rühren beimengen und zwei bis vier Stunden köcheln lassen.

Wenn Sie das Fleisch essen wollen, nehmen Sie das Huhn nach etwa einer Stunde heraus. Lösen Sie das Fleisch von den Knochen und geben Sie die Knochen zurück in die Suppe. Lassen Sie die Suppe noch ein bis drei Stunden köcheln. Das Fleisch und Gemüse können Sie als Beilage in die Suppe geben.

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.