Kluge Ernährung statt „Doping“

Wird die Belastung zu hoch, greifen viele zum legalen Doping à la Energydrink. Für stabile Leistungsfähigkeit ist es besser, chinesische Weisheit zu nutzen.

Wundermittel gibt es nicht. Bringen Sie Balance in Ihre Ernährung, dann klappt es auch mit stabiler Leistungsfähigkeit (Foto: anyaivanova – Thinkstock.com)

Was haben stressgeplagte Manager und Führungskräfte mit berufstätigen Eltern gemeinsam? Sie geraten häufig an die Grenze ihrer Belastbarkeit und hoffen, in Kaffee, Red Bull, Cola oder Ähnlichem ein rasches legales DopingMittel zu haben. Die Belastungen dieser Menschen erinnern häufig an die eines Leistungssportlers, allerdings ohne körperliche Betätigung. Stresshormone werden reichlich freigesetzt. Aus dem Sport wissen wir, dass Ernährung und Regeneration die wahren Energiequellen sind. In China heißt es: „Nicht das Essen macht den Meister, sondern der Meister macht sich sein Essen.“
Das beste Doping für unseren Energiestoffwechsel ist eine balancierte Nahrungszusammensetzung. Kohlehydrate und Fette sind hauptsächlich Energielieferanten. Eiweiß wird vorwiegend als Baustoff verwendet. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente greifen regulatorisch, steuernd und beschleunigend in den Stoffwechsel ein. Wasser stellt einen geregelten Transport aller Energieträger sicher. Besonders wichtig für eine ausgewogene Energiebereitstellung sind komplexe Kohlehydrate.
Werden im Leistungssport viele kleine Mahlzeiten empfohlen, so ist dies im Berufsalltag nicht empfehlenswert. Untersuchungen zeigen, dass sich Pausen der Nahrungsaufnahme von etwa fünf Stunden positiv auf den Stoffwechsel auswirken – auch das kleine Stück Schokolade zwischendurch wirkt kont­raproduktiv auf den Energiehaushalt.

Das ideale Frühstück

Das einfachste und beste Doping ist eine vernünftige Ernährung. Die beginnt bekanntlich beim Frühstück. Wer dieses mit möglichst wenig Aufwand haben möchte, kann etwa einen Frühstücksbrei aus dem Supermarkt wählen. Diese Produkte werden in vielen Geschmacksrichtungen angeboten. Sie müssen nur noch mit heißem Wasser angerührt werden. Ich verfeinere mir diese selbst immer noch mit Rosinen und einem Hauch Zimt. In eine Tasse kochendes Wasser rühre ich mit dem Schneebesen etwas mehr als eine halbe Tasse des Frühstücksbreis ein und lasse dies zwei Minuten köcheln. Zum Verfeinern gebe ich am Ende Apfelmus, Hollerkompott, Beeren oder frisches geriebenes Obst hinein.
Ein deftiges Mittagessen macht ebenso müde wie unsere Weckerlkultur. Heutzutage bieten zahlreiche Geschäfte bereits Kraftsuppen oder Eintöpfe zum Mitnehmen an. Häufig enthalten diese Hülsenfrüchte. Sie sind ein wahrer Segen als Lieferant von komplexen Kohlehyd­raten und hochwertigem pflanzlichem Eiweiß.
Kraftsuppen und Eintöpfe kann man auch selbst gut zubereiten und in einer Thermo Mug mitnehmen. So ist man von Kantinen weitgehend unabhängig.
Untenstehend finden Sie zwei Rezepte für Kraftsuppen und Eintöpfe.

Wundermittel gibt es nicht

Das Wunder-Doping-Mittel für unseren stressigen Alltag gibt es nicht! Koffeinhaltige Getränke bringen in dieser Hinsicht leider gar nichts, außer einer Abhängigkeit. Ihr Fehlen meldet sich durch Kopfschmerzen, Unruhe und Konzent­rationsmangel. Probieren Sie doch, nachdem Sie Ihren Koffeinentzug bewältigt haben, bei Müdigkeit einfach etwas Warmes zu trinken. Wenn Sie keine Tees mögen, probieren Sie doch einfach Fruchtsäfte mit heißem Wasser gespritzt. Eine echt herrliche Energiequelle – ohne Nebenwirkungen!
Eine balancierte Ernährung mit einer ausreichenden Vitamin- und Spurenelementezufuhr, wie sie eine gesunde Vollwertkost für all jene, die nicht Hochleistungssport betreiben, ausreichend sicherstellt, ist die optimale Basis.

Rezept Kürbissuppe
1 kg Kürbis schälen, die Kerne mit einem Löffel herauskratzen, das Kürbisfleisch in kleine Würfel schneiden, in 3 EL Distelöl eine halbe kleingeschnittene Zwiebel glasig andünsten, die Kürbiswürfel dazu geben mit einem ¼ l Wasser aufgießen und das Ganze 10 Minuten gar kochen lassen. Mit 1 EL Vitam-Gemüsebrühe abschmecken, nochmals kurz aufkochen lassen. Wer die Suppe sämig haben möchte kann eine halbe Kartoffel hineinreiben. Mit Bohnenkraut und Kräutersalz abschmecken. Beim Anrichten in der Mitte 1 KL Sauerrahm geben und darüber dann fein geschnittenen Schnittlauch und Petersilie streuen. Wichtiger Hinweis: Kürbis wirkt so gut entwässernd, da er fast kein Natrium enthält. Um diese Wirkung zu bewahren, sollte man mit Salz sehr sparsam sein.

Gedünsteter Kürbiseintopf
½ kg Kartoffel schälen, würfelig und 1 kg Kürbis schälen entkernen und würfelig schneiden und in etwas Salzwasser. ½ Zwiebel fein gehackt in 1 EL Distelöl anrösten, Kürbis dazu geben und weich dünsten, ½ Becher Joghurt mit 2 EL Mehl verquirlen und in das Kürbisgemüse einrühren, mit Kräutersalz leicht salzen, die gekochten Erdäpfelwürfel dazu geben, 1 EL fein gehackten Dill darüber streuen und zugedeckt ziehen lassen.

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