Wie Saftfasten zur Wohltat wird

Die Fastenzeit muss keine quälende Phase sein: Heute verrate ich Ihnen, wie Sie mit Saftfasten genießen und Ihren Darm entschlacken können.

Die einfachste Art zu Fasten ist Saftfasten. Insbesondere die Säfte von Kürbis, Gurke und Grapefruit eignen sich dafür (Foto: DenizA – Thinkstock.com)

Dass wir von Billionen von Bakterien besiedelt sind, wissen wir schon lange. Dass dieses Mikrobiom besonders im Darm Botenstoffe (z. B. Dopamin) für andere Teile des Körpers produziert und das Immunsystem unterstützt, gilt erst seit den letzten Jahren als gesichert.
Der weltweit verbreitete westliche Lebensstil hat jedoch die natürliche Zusammensetzung des menschlichen Mikrobioms offensichtlich verändert, wie Vergleiche mit Proben der Yanomami-Indianer zeigen. Darin fanden sich etwa 40 Prozent mehr Bakterienarten als in den Vergleichsproben einer Gruppe US-Amerikaner.
Mit dem Verlust von Bakterien schwindet auch ihr potenzieller gesundheitlicher Nutzen: Es gibt offensichtlich auf der einen Seite einen Zusammenhang zwischen einer geringeren bakteriellen Artenvielfalt, industrieller Ernährung und modernen Antibiotika. Auf der anderen Seite gehen genau diese Faktoren mit einer Zunahme immunologischer und metabolischer Erkrankungen wie Adipositas, Al­lergien und Diabetes einher.
Im Mikrobiom liegt daher eine riesige Chance der Vermeidung von Zivilisationskrankheiten und dem Erhalt der Wiedererlangung der Vitalität und Aktivität. Probiotische Joghurts versprechen uns dies schon lange. Ihre Bakteriengestaltung ist jedoch lächerlich. Dabei braucht unser Darm nicht so sehr zugeführte Bakterien. Viel wichtiger ist es, den im Darm angesiedelten Bakterien einen optimalen Nährboden zu bieten. Eine Fas­tenkur mit nachfolgendem gezieltem Kostaufbau ist hierfür eine optimale Basis.

So geht Saftfasten

Die einfachste Kur ist Saftfasten, das von einem bis zu drei Tagen durchgeführt werden kann. Insbesondere die Säfte von Kürbis, Gurke und Grapefruit eignen sich hierfür. Da an Fasttagen reichlich entgiftet wird, benötigt der Körper viel Flüssigkeit zum Ausschwemmen. Dafür sind neben Wasser – am Morgen am Besten mag­nesiumreiches Rogaskawasser – ein Entschlackungstee und eine Basensuppe hilfreich. Versuchen Sie, an Safttagen etwa drei bis vier Liter Flüssigkeit (inklusive Suppen) zu sich zu nehmen.
Als Entschlackungstee eignet sich zum Beispiel eine Mischung aus zwei Teilen Brennesselblätter, zwei Teilen Löwenzahnwurzel mit Kraut, ein Teil Schachtelhalm, ein Teil Birkenblätter. Von dieser Mischung täglich vier Esslöffel mit einem Liter kochenden Wasser überbrühen und über den Tag verteilt trinken.
Starten Sie am Morgen mit einem Liter Entschla­ckungstee und einem halben Liter Rogaskawasser – nüchtern und lauwarm trinken. Im Laufe des Vormittags trinken Sie einen Liter mildes Mineralwasser. Etwa drei bis vier Stunden nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen genießen Sie je einen Achtelliter Gemüsesaft – mit einem kleinen Löffel langsam löffeln. Zu Mittag und abends ist eine Basensuppe – am einfachsten eine klare Gemüsesuppe mit Kräutern – eine wahre Wohltat. Dazwischen trinken Sie Mineralwasser, zumindest einen Liter. Am Abend beruhigen Sie Ihre Magennerven und die Seele mit einem entspannenden Kräutertee.

Am besten am Wochenende

Da der Körper von der Außen- zur Versorgung von Innen umstellen muss, kann es anfänglich zu leichter Müdigkeit oder Schwindel kommen, deshalb ist es immer günstiger, das erste Mal die Fasttage an einem arbeitsfreien Tag oder verlängerten Wochenende zu machen. Gerade in der Fastenzeit lassen sich solche Fastentage leicht durchführen.
Achtung! Nach mehrtägigen Fastenperioden sollten Sie die Nahrungsaufnahme nur langsam steigern. Meiden Sie in den ersten Tagen Fett und große Portionen Eiweiß. Ihr Darm muss seine Verdauungssäfte erst wieder langsam anpassen.

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