Schäumende Weine

Von den ersten schäumenden Zufallsprodukten des Benediktinermönchs Dom Pérignon („Brüder! Ich trinke Sterne!“, nach ersten erfolgreichen Versuchen) im 17. Jahrhundert bis zum „König aller Weine“ war es ein weiter Weg.

Brand-Ambassadrice Dominique Cima-Sander (links) präsentiert die prickelnde Serie von ­Piper-Heidsieck, hier mit Anne Glatz aus dem Hause Schlum­berger (Foto: Piper-Heidsieck)

Heute ist die Champagne mit über 34.000 Hektar Rebfläche und den drei Rebsorten Pinot Noir, Meunier sowie Chardonnay Vorbild für alle anderen Schaumweingebiete.

35 strenge Qualitätsregeln schaffen es, dass die Produkte weltweit gefragt sind und sich langsam als alltagstauglicher und universeller Speisenbegleiter mausern. Ob als Standard Brut NV (Non Vintage), Jahrgangschampagner (Millésimé), Cuvée Prestige (die teuren Flaggschiffe der Champagnerhäuser), Blanc de Noirs bzw. de Blancs (weißer Champagner nur aus blauen bzw. nur aus weißen Trauben = Chardonnay) sowie Rosé – es geht in Richtung von Lily Bollinger (Bollinger Champagner), die einst betonte: „Ich trinke Champag­ner, wenn ich froh und wenn ich traurig bin. Manchmal trinke ich davon, wenn ich allein bin und wenn ich Gesellschaft habe, dann darf er nicht fehlen. Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin, lasse ich ihn mir schmecken. Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.“
Das älteste heute noch existierende Champagnerhaus ist Ruinart (Gründungsdatum 1729), gefolgt von Moët (1743). Louis Roederer (1776) und ­Piper-Heidsieck (1785) gelten als weitere ­Pioniere.

Auch in Österreich spielte die Champagne eine bedeutende Rolle, war es doch Robert Alwin Schlumberger, der als „Gastarbeiter“ in Reims tätig war und der Liebe wegen 1842 nach Österreich übersiedelte, um in Vöslau seine „Champagnerproduktion“ zu beginnen. Heute darf sich das Haus Schlumberger als die bedeutendste und größte Sektkellerei des Landes titulieren, in dessen Besitz sich auch die Marke Hochriegl befindet.
Mit dem Österreichischen Sekt­komitee sowie einer viel beachteten Qualitätspyramide in drei Stufen ­(Klassik, Reserve, Große Reserve) kann die heimische Sektwirtschaft inzwischen in der internationalen Schaumweinszene jederzeit mithalten.

Restzucker Sekt/Champagner

0–3 g/l    naturherb, brut nature, zero dosage
0–6 g/l    extra herb, extra brut, extra bruto
bis 12 g/l    herb, brut, bruto
12–17 g/l    extra trocken, extra dry, extra seco
17–32 g/l    trocken, sec, secco, asciutto, dry, seco
32–50 g/l    halbtrocken, demi sec, abboccato, medium dry, semi sec
über 50 g/l    mild, doux, dolce, sweet, dulce

Schaumweine des Monats

Wailand’s Best Brut (Grüner Veltliner, Welsch­riesling) (12 Euro): 12% Alk. Von feiner Würze geprägt, mit einem Touch gelber Frucht und charakteristischer Hefe; mit der feinwürzig-pfeffrigen Note des Veltliners, Kernobst und cremigem Mousseux komplettiert.
Weingut Wailand, 1190 Wien, Dennweg 37 (Ab-Hof-Verkauf), Tel. 0664/992 27 23 (Teresa Wailand),
office@wailandwein.at, www.wailandwein.at

Cuvée Prestige Brut 2015 (15,90 Euro): 12,5% Alk. Im neuen Outfit schmecken die Szigeti-Kreationen noch besser; aromatisch unterlegte Würze; von cremiger Konsistenz, mit Struktur versehen, ideal für Foodpairing!
Sektkellerei Szigeti, 7122 Gols, Sportplatz­gasse
2a, Tel. 02173/21 67, Sektkellerei@Szigeti.at,
www.szigeti.at

Chardonnay 2015 NÖ. Sekt g.U. Reserve (23,90 Euro): 12% Alk. Idealbild an eleganter Sortentypizität, feine Fruchtfolge mit dezentem Würzeschleier; facettenreich, pikant und cremig zugleich, wohliges Mousseux samt langem Abgang.
Schlumberger Wein- und Sektkellerei, 1190 Wien, Heiligenstädter Straße 43, Tel. 01/368 22 58-0,
services@schlumberger.at, www.schlumberger.at

Piper-Heidsieck Cuvée Brut (35,90 Euro bei Merkur): 12% Alk. Eleganter Mix aus Würze, Frucht und Hefe, wohlige Autolyse mit Pumpernickel und Feigen; von cremiger Pikanz geprägt, noble Konsistenz bei perfektem Mousseux.
www.piper-heidsieck.com/en

Deutz Brut Classic (47,95 Euro bei Wein & Co.): 12 % Alk. Brilliert mit hell gerösteten Haselnüssen, Brotrinde, Dörrobstnoten; wohlig pikant, stets balancierter Einstieg, feine Restfrucht, würziger Background.
www.champagne-deutz.com

Roederer Brut Premier (49,95 Euro bei Wein & Co.): 12 % Alk. Vinifizierte Noblesse mit pikantem Beiton, von Autolyse auf perfekte Art geprägt, schafft die Quadratur des Champagnerkreises, hefig, trockenfruchtig und nuss-würzig.
www.louis-roederer.com/de

 

 

 

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.