Gegen Sonne und Unschärfe

Das Franchise-System Pearle sucht Optikermeister für die weitere Expansion. Durch zunehmende Fehlsichtigkeit mangelt es nicht an Kunden.

Rainer Mörth ist seit 20 Jahren Pearle-Franchise-Nehmer und führt vier Standorte (Foto: www.christianjungwirth.com)

Rainer Mörth ist ein Mann der ers­ten Stunde. Arbeitete er doch Ende der 1990er-Jahre in einem kleinen steirischen Optikerbetrieb, den der damalige Newcomer Pearle übernahm. Mörth startete daraufhin als Pearle-Filialleiter durch. Bereits ein Jahr später ging die Optikkette in Franchise-Offensive. „Mein damaliger Chef fragte, ob ich der erste Franchise-Nehmer in Österreich werden möchte“, erzählt Mörth, der nicht lange zögerte und das Angebot annahm. Schließlich liebäugelte er bereits in seiner Lehrzeit zum  Augenoptiker mit der Selbständigkeit.

Die Nachbarschaft nach Standorten abklappernd, wurde er in Bruck an der Mur fündig. Im Jahr 2000 eröffnete Mörth seine Filiale und damit den ersten Pearle-Standort in Franchise-Hand. „Traditionelle Augenoptiker lagen damals relativ versteckt und kramten Fassungen aus Laden hervor. Wir haben die gesamte Ware präsentiert und darauf geachtet, dass man das Sortiment gut von außen sehen kann. Das Konzept ging voll auf“, erzählt Mörth, der aufgrund des florierenden Geschäfts schon bald Expan­sionspläne schmiedete. In den folgenden Jahren stampfte er drei weitere Filialen aus dem Boden, dann war sein Wohnumfeld gut mit Standorten abgedeckt.

Shop-Refresh steigert Umsatz

Damals wie heute gibt der Franchise-Geber eine gut frequentierte Lage und einen Flächenbedarf von rund 120 bis 150 Quadratmeter für Verkaufsraum, Werkstatt und Kontaktlinsenanpassraum vor. Darüber hinaus setzt Pearle auf ein einheitliches Shop-Konzept. Die Planung der Inneneinrichtung wird mit dem Franchise-Nehmer abgestimmt. Mörths Filialen sind mit weißem Mobiliar samt hellgrauer Holzoberfläche ausgestattet. Alle paar Jahre bringt Pearle das Shop-Design up to date. Auch Mörth hat seinen Standorten bereits ein solches „Refresh“ verpasst und dafür jeweils rund 20.000 Euro ausgegeben. „Neue Konzepte kommen bei Kunden sehr gut an. Danach steigere ich den Umsatz um zehn bis 20 Prozent“, weiß der Unternehmer, der pro Filiale vier bis sechs Mitarbeiter beschäftigt. 80 Prozent davon arbeiten Vollzeit, 20 Prozent sind teilzeitbeschäftigt.

Ein Drittel des Sortiments ist individuell

Um Kunden ins Geschäft zu „winken“, wirbt Mörth in der Region mittels Postwurf und Zeitungsinserat. Auch zu Standorteröffnungen rührte der Franchise-Nehmer ordentlich die Werbetrommel. „In den ersten drei Wochen läuft das Geschäft doppelt oder gar dreifach so gut wie normalerweise“, erzählt Mörth, der in seinen Shops Brillen, Kontaktlinsen, (optische) Sonnenbrillen und Pflegeprodukte verkauft.
Das breite Sortiment umfasst Eigenmarken sowie bekannte Marken à la Ray Ban, Versace und Tommy Hilfiger. Etwa zwei Drittel der Produkte müssen über den Franchise-Geber bezogen werden, ein Drittel kann man selbst zukaufen. Mörth ergänzt sein Angebot etwa mit Kontaktlinsen, die manche Kunden besser vertragen. Bei den Verkaufspreisen gibt der Franchise-Geber lediglich eine Empfehlung, die finale Preisgestaltung obliegt den Partnern.

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