Österreichs Landwirtschaft im (Klima-)Wandel

Durch Klimawandel, Digitalisierung, Kostendruck und veränderte Ansprüche der Gesellschaft muss sich auch die heimische Landwirtschaft neue Wege abseits der ausgetrampelten Pfade suchen – sei es durch die Entwicklung und den Einsatz innovativer Technik oder durch den Anbau exotischer Pflanzen.

Biologische Schädlingsbekämpfung aus der Luft: Lucas Hartl (li.) und Claudia Mittermayr (re.) von Raiffeisen Ware Austria bringen mittels autonom fliegender Drohnen Schlupfwespen in Mais­feldern aus, damit diese den Maiszünsler, einen gefürchteten Schädling, vernichten (Foto: Lagerhaus/Robert Gebauer)

„Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“ Die damit angesprochene Scheu der Bauern vor Neuerungen und Unbekanntem mag vielleicht früher zugetroffen haben. Doch heute sind Landwirte, auch in Österreich, dazu gezwungen, sich ständig mit neuen Herausforderungen, Regularien und Technologien auseinandersetzen zu müssen, um wirtschaftlich überleben zu können.

„Das Bild von der Landwirtschaft wird nicht zuletzt aufgrund der Werbung eher von romantischen Vorstellungen geprägt. Dabei ist die Landwirtschaft eine kapital­intensive Branche, die sehr stark von Technik getrieben ist“, bricht Prof. Jochen Kantelhardt, Leiter des Instituts für Agrar- und Forstökonomie an der Universität für Bodenkultur in Wien, mit gängigen Klischees. Aus seiner Sicht hätten gerade die im internationalen Vergleich eher kleinstrukturierten heimischen Betriebe zwei Optionen, um wettbewerbsfähig zu sein: „Entweder sie versuchen, die Kosten zu reduzieren, indem sie effizienter und billiger produzieren, oder sie stellen unverwechselbare oder innovative Produkte her, die man zu höheren Preisen absetzen kann.“ Aus Sicht des Agrar­ökonomen gibt es noch drei weitere Faktoren, die Landwirte quasi zu Innovationen zwingen: den Klimawandel, die Digitalisierung und die veränderten Ansprüche der Gesellschaft an die Landwirtschaft.
Dadurch gehören der Einsatz innovativer Technik und Software (Stichwort: „smart farming“), der Anbau neuartiger Kulturen oder das Beschreiten völlig neuer Vertriebswege heute bereits, und in naher Zukunft noch viel stärker, zum täglichen Brot der heimischen Landwirtinnen und Landwirte.

Steigerung der Effizienz notwendig

Tatsächlich sind die heimischen Betriebe vergleichsweise klein: Laut der aktuellsten Erhebung von Eurostat aus dem Jahr 2013 bewirtschaftet ein österreichischer Bauernhof im Durchschnitt 19,4 Hektar landwirtschaftliche Flächen. Im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Betriebsgröße in Deutschland etwa bei 58,6 Hektar oder der Tschechischen Republik bei 133 Hektar, einem Vielfachen heimischer Betriebe. Dennoch liegen Österreichs Bauernhöfe über dem EU-Durchschnitt von 16,1 Hektar pro Betrieb, weil die ­kleinstrukturierten Landwirtschaften in Rumänien oder Ungarn den Durchschnittswert nach unten drücken.
Aufgrund der geringen Größe ist maximale Effizienz gefragt: So hat man bisher, um sicherzustellen, dass man kein Fleckerl vom Acker beim Säen oder Düngen auslässt, teilweise überlappend gearbeitet. Heute können Traktoren, Sämaschinen, Düngestreuer oder Spritzen für die Unkrautbekämpfung mittels GPS-Steuerung und automatischer Lenksysteme das Saatgut oder den Dünger sehr viel effizienter ausbringen. Durch kostenpflichtige Systeme, die das GPS-Signal korrigieren, können die Maschinen mit einer Genauigkeit von lediglich zwei Zentimeter Abweichung geführt werden. Das bringt Einsparungen bei Arbeitszeit, Diesel und dem Verbrauch von Saatgut, Pflanzenschutzmittel oder Dünger. So lassen sich etwa die Kosten beim Grubbern durch automatische Lenksysteme um rund zehn Prozent reduzieren.

Roboter ersetzen Glyphosat

Bei den genannten automatischen Lenksystemen handelt es sich um „gewöhnliche“ Traktoren, auf denen immer noch ein Fahrer sitzt – auch wenn die Lenkung bereits das System (teilweise) übernimmt.
Der nächste Schritt sind fahrerlose Geräte, die autonom Arbeiten auf dem Feld durchführen– wie man es etwa vom Rasenroboter kennt. So ist hierzulande bereits der „Vitirover“, ein autonomer Mähroboter für landwirtschaftliche Grünflächen, im Einsatz, der sich laut Chris­toph Metzker, Bereichsleiter Betriebsmittel – Innovationen bei RWA Raiffeisen Ware Austria, unter anderem die Pflege und mechanische Unkrautbekämpfung von Obst- und Weingärten eignet (siehe Foto auf Seite 134). Aus Sicht von Arnaud de La Fourchardière, dem Entwickler des Vitirover aus Frankreich, könnten Roboter mittel- bis langfristig sogar den Einsatz umstrittener Herbizide wie zum Beispiel Glyphosat künftig komplett ersetzen.   
Auch ein Roboter mit dem Namen „Oz“ soll dem Unkraut auf heimischen Feldern zuleibe rücken – eine bisher sehr aufwendige Arbeit, die entweder den Einsatz von Herbiziden oder im Biobereich viel Handarbeit erforderte (siehe Foto auf Seite 134). Elektrisch betrieben kann Oz mit unterschiedlichen Werkzeugen wie Hacken, Striegel oder Zinken das Unkraut ausreißen beziehungsweise mit Erde zuschütten. Nach intensiven Tests soll der Roboter in der heurigen Saison auf heimischen Feldern seine Arbeit verrichten.

Auf der Suche nach Innovationen

„Roboter bzw. automatisierte Systeme spielen in der Praxis jetzt schon, etwa als Melk­roboter, eine große Rolle in der heimischen Landwirtschaft. Das wird in Zukunft noch deutlich an Bedeutung gewinnen. Wir rufen daher heuer gemeinsam mit Baywa die Robotics Challenge 2019 aus, mit der wir weltweit Unternehmen suchen, die innovative Robotiklösungen für den Einsatz in der Landwirtschaft anbieten und bereits einen funktionsfähigen Prototyp präsentieren können“, meint dazu Metzker.

Generell habe sich die RWA mit der Gründung des „Agro Innovation Lab“ auf die Suche nach landwirtschaftlichen Innovationen gemacht. „Wir verstehen diese Innovationsplattform als Start-up-Innovation-Accelerator, mit dem wir Unternehmen bei Markteintritt und -expansion unterstützen und langfristige Kooperationen etablieren möchten.“ In den letzten Jahren haben laut Meztker bereits 41 Start-ups das Programm durchlaufen. Sehr viele davon stammen aus Israel oder den USA, eher wenige aus Europa beziehungsweise Österreich.

Mehlwurmzuchtautomat

Eines der Start-ups mit Österreich-Bezug, das das Förderprogramm durchlaufen hat, ist Livin Farms: Die beiden österreichischen Gründerinnen Julia Kaisinger und Kathi Unger haben mit „Hive“ ein automatisiertes System zur Produktion von Mehlwürmern mit Essensresten für den Hausgebrauch entwickelt. Pro Woche soll man mit dem Mehlwurmautomaten zwischen 200 und 500 Gramm proteinreiche Nahrung produzieren können. Der schicke, weiße Automat ist eine mobile Insektenfarm mit einem speziell für Mehlwürmer ausgerichteten Mikro-Ökosystem und bietet zusätzlich die Möglichkeit, biologische Lebensmittelreste zu verwerten.

Jedenfalls gibt es gute Gründe für Insekten als Alternative zu Fleisch – auch wenn man hierzulande noch nicht so recht auf den Geschmack gekommen ist, gehören in anderen Kulturen Insekten ganz normal auf den Speiseplan. Manche sehen darin sogar eine Möglichkeit, die wachsende Weltbevölkerung mit ausreichend Eiweiß zu versorgen. So brauchen Insekten laut einer Studie der UN-Food and Agriculture Organization nur zwei Kilogramm Futter, um ein Kilo essbares Gewicht zu erzeugen, während Schweine die vierfache Menge, Rinder gar die zwölffache Menge an Futtermittel verzehren.

Derzeit arbeiten die Gründerinnen von Hong Kong aus an der Entwicklung eines Massenproduktionssystems, das die Produktion von Mehlwürmern auch im großen Stil ermöglichen und damit Landwirten ein weiteres Standbein bieten soll.

Drohnen gegen Maiszünsler

„Evologic Technologies, ein Start-up mit Sitz in Wien hat eine Technologie entwickelt, welche die Produktion von Mykorrhiza-Pilzen erstmalig auch auf indust­riellem Niveau automatisiert und gleichzeitig kosteneffizient ermöglicht“, erklärt der Innovationsexperte der Raiffeisen Ware Austria.

Die Vorteile von Mykorrhizen würden vor allem in der Zunahme an verfügbaren Wurzelvolumen und einer damit einhergehenden deutlichen Verbesserung der Nährstoffaufnahme sowie Wassereffizienz liegen. Durch das innovative Prozessverfahren sollen diese Wunderpilze nun durch die reduzierten Kosten der breiten Landwirtschaft zugänglich gemacht werden. „Nach ersten Feldtests wollen sie in zwei, drei Jahren Marktreife erlangen.“

Doch bei RWA werden nicht nur fremde Innovationen unterstützt, auch im Haus werden neue Technologien und Verfahren entwickelt. So haben Claudia Mittermayr und Christoph Metzker einen Weg gefunden, wie man mittels Hightech komfortabel und umweltfreundlich einem der gefürchtetsten Schädlinge im Ackerbau den Kampf ansagen kann – dem Maiszünsler. Er führte in den letzten Jahren zu immer stärkeren Ernteausfällen in weiten Teilen Österreichs, weil sich nach dem Schlüpfen die Larven zunächst in den Stängel einbohren und sich an­schließend durch die gesamte Maispflanze hindurch fressen.

Jetzt werden mittels GPS-gesteuerter Drohnen über Maisfeldern gezielt natürliche Feinde des Maiszünsler, sogenannte Schlupfwespen, die sich auf die Eier der Zünsler stürzen und diese zu 70 bis 90 Prozent zerstören, in Form von Kapseln aus Karton ausgebracht. Dabei steuert sich die Drohne anhand der im Vorfeld vom Landwirt übermittelten Flächenkoordinaten selbst, der Pilot ist zur Überwachung vor Ort. „Wir sind damit 2016 gestartet und haben damals 25 Hektar testweise behandelt. 2017 waren es 570 Hektar und letztes Jahr bereits über 5.000“, freut sich Metzker über den regen Zuspruch für diese biologische Schädlingsbekämpfung.

Die Temperaturen steigen

Ein Grund für die starke Ausbreitung des Maiszünslers hierzulande sind, neben der weit verbreiteten Maismonokultur auch die steigenden Temperaturen. „In den letzten Jahrzehnten sind die Sommer in Österreich immer heißer geworden“, weiß Marc Olefs, Leiter der Abteilung für Klimaforschung an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ZAMG. Sowohl die Zahl der Sommer- und Hitzetage als auch die der warmen Nächte ist deutlich gestiegen.

Laut Berechnungen wird sich dieser Trend weiter fortsetzen. „Wenn es zeitnah global keine wirksamen Klimaschutzmaßnahmen gibt, wird sich die mittlere Zahl der heißen Tage zum Beispiel in Wien bis ans Ende des Jahrhunderts um weitere 25 Tage erhöhen, bei wirksamen Klimaschutzmaßnahmen nur um zirka zehn Tage“, fügt Olefs hinzu. Auch ein Vergleich der 30 Jahre 1850 bis 1879 mit 1989 bis 2018 zeigt, dass sich die Jahresmitteltemperatur global um rund 0,8 Grad und österreichweit um 1,8 Grad erhöht hat. „Auffallend dabei ist, dass die Temperatur­entwicklung in Österreich wesentlich variabler ist und einen deutlicheren positiven Temperaturtrend zeigt als die globale Mitteltemperatur. Hauptursache dafür ist, dass sich die Luft über Landflächen generell rascher erwärmt als über den thermisch trägeren Ozeanen“, so Olefs.

Exoten aus der Heimat

Welche Folgen die höheren Temperaturen mit sich bringen, veranschaulichte der vergangene Sommer. Getreidearten litten stark unter Trockenheit, während es bei Kartoffeln und Zuckerrüben massive Probleme mit Schädlingsbefall gab. Dadurch sanken die Erntemengen in weiten Teilen Österreichs erheblich.
Aber nicht allen Pflanzen macht der Klimawandel so zu schaffen. Laut Hans-Peter Kaul, Leiter der Abteilung für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität für Bodenkultur, sind sogenannte C4-Nutzpflanzen resistenter gegenüber den hohen Temperaturen sowie Trockenheit. „Dazu zählen nur ganz wenige Arten wie Mais, Hirse oder Amarant. Im Gegensatz zu C3-Pflanzen sind diese in der Lage, mit weniger Wasser gut auszukommen“, erklärt Kaul.

Denkt man an die Hitze des letzten Sommers zurück, scheint es kaum mehr verwunderlich, dass immer mehr exotische Anbauvarianten in Österreich aufploppen. Exoten wie beispielsweise Ingwer, Granatäpfel oder Feigen und Oliven werden bereits im Inland angebaut.

Klimawandel macht Reisanbau in Österreich möglich

Auch Gregor Neumeyer spielen die wärmeren Temperaturen in die Hände (siehe Foto auf Seite 134 oben). 2015 kam dem Landwirt in einem Pub die „besoffene“ Idee, Reis in Österreich anzubauen. „Der Klimawandel macht den Reisan-bau hierzulande erst möglich“, weiß Neumeyer und führt aus: „Reis ist eine sehr wärmeliebende Pflanze und ver-trägt keine Temperaturen unter 15 Grad. Der Temperaturanstieg ist positiv, weil sich dadurch das Anbaufenster vergrößert.“

Das geflutete Reisfeld im Kopf, stieß Neumeyer bei seinen Recherchen auf die Trockenreisanbaumethode. „Nassreisanbau wäre nicht möglich, weil entsprechende Böden benötigt werden, die das Wasser halten können. Das gibt es in Österreich immer nur partiell und nicht großflächig“, so Neumeyer. Da nur 20 Prozent der Reiskörner mit der Trockenreisanbaumethode kultiviert werden, konnte sich Neumeyer kaum auf vorhandenes Know-how stützen.

Die fehlende Erfahrung spiegelte sich in der ersten Ernte wider: 2015 konnte nur eine Handvoll Reis geerntet werden. „Die Sorten, mit denen wir gearbeitet haben, hatten einen zu langen Vegetationszyklus“, erinnert sich Neumeyer. Er tüftelte weiter und wechselte die Sorte. Ein Jahr später hatte er den Dreh raus: 2016 verkaufte er erstmals seinen eigenen Reis, den er ÖsterReis taufte.

Nicht für den Massenmarkt

„Clevere und gewiefte Landwirte erschließen sich solche Nischen“, kommentiert Kaul den Anbau exotischer Pflanzen in Österreich. Potential zur Masse erkennt er darin jedoch nicht. Denn: „Die liegen von der züchterischen Bearbeitung so weit zurück. Allein wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahren in die Züchtung von weißem Weizen und Sojabohnen weltweit investiert wurde. Es würde ewig dauern, das mit alternativen Arten aufzuholen“, so Kaul von der Universität für Bodenkultur.
Apropos Sojabohne: Neben Hirse befindet sich die Hülsenfrucht bereits auf dem Vormarsch. Ist doch der Sojabohnenanbau in den letzten 15 Jahren von rund 10.000 Hektar auf 60.000 Hektar massiv angestiegen. „Dahinter steckt vor allem die große Nachfrage. Es gibt einen wirklich großen Markt für heimische Sojabohnen, weil sie gentechnikfrei sind“, weiß Kaul.

Wasabi wächst Indoor

Eine Anbaumethode, bei der die Pflanze immer unter den gleichen idealen Bedingungen wächst, ist Indoor Farming.

Martin Parapatits, Gründer und Geschäftsführer von Phytoniq Wasabi, betrachtet Indoor Farming als sinnvolle Ergänzung zur heimischen Landwirtschaft. „Mit dem Klimawandel gehen sehr viele Extremwetterereignisse einher, das erhöht den Druck auf die Nahrungsmittelproduktion. Daher wird es Spezialisierungen geben: Einige Pflanzen werden im Outdoor-Bereich immer besser gehen, andere im Indoor-Bereich.“

Die Vorteile der Methode liegen auf der Hand: Man agiert wetterunabhängig, produziert regional und spart obendrein Transportkosten. Trotzdem eignet sich Indoor Farming nicht für alle Pflanzen. Als Beispiel nennt Parapatits den Himbeerstrauch: „Da fließt sehr viel Energie in den großen Strauch. Somit sind Himbeeren im Indoor-Bereich nicht wirtschaftlich.“ Anders bei Wasabi, den man zu hundert Prozent verwerten kann.
Meist mit japanischen Sushi-Restaurants assoziiert, wächst die grüne Pflanze überwiegend in Japan und gilt als besonders schwierig zu kultivieren. „Wasabi möchte im kühlen Gebirge wachsen, verträgt aber keinen Frost“, fasst Parapatits die Schwierigkeit zusammen. Zwei Jahre wurde an der Entwicklung der Indoor- Farming-Anlage sowie an der Schaffung idealer Klimabedingen für Wasabi getüftelt.

Um zu gedeihen, benötigt Wasabi naturgemäß feuchte Erde und viel Wasser. Parapatits innovatives System kommt mit 95 Prozent weniger Wasser und gänzlich ohne Erde aus. Wie das geht? „Bei der Aeroponik hängen die Pflanzenwurzeln in der Luft und werden mit einem feinen Nährstoffnebel besprüht. Dadurch bekommt die Pflanze die Nährlösung so portioniert, sodass sie ideal aufgenommen und Düngemittel eingespart werden können“, erklärt Parapatits.

Dass das Angebot wesentlich kleiner ist, als die Nachfrage, war mit ein Grund, um den Anbau hierzulande zu wagen. Den ersten Phytoniq-Wasabi wird es ab Herbst in Form von Pulver geben. Für Anfang 2020 ist der Verkaufsstart des frischen Wasabis geplant.

Burgenländische Oliven

Sabine Haider und Franz Günther wollten schon immer eine kleine Landwirtschaft führen. Mit 59 Olivenbäumchen, die sie im Mai 2017 einsetzten, erfüllten sie sich diesen Wunsch (siehe Foto links). Mittlerweile hegen und pflegen die beiden 143 Bäume. Wider Erwarten steht ihr Olivenhain aber nicht in Italien, Kroatien oder Spanien, sondern in Mörbisch am Neusiedler See.

Eigentlich sollte man meinen, hierzulande ist es den Oliven viel zu kalt. Doch: „Wir haben die hiesigen Klimadaten mit den nördlichsten Anbaugebieten verglichen und die Temperaturen sind tatsächlich ähnlich. Die letzten beiden Winter gab es zwei bis vier Grad Unterschied“, schildert Haider: „Negativ war nur der extrem kalte Februar im letzten Jahr. Das sind die Ausreißer, die in unseren Breiten einfach passieren können.“
Noch tüfteln die Olivenbauern, welche Sorten sich hierzulande am besten entwickeln. Schließlich sollen die heimischen Oliven früher oder später auf dem Verkaufstisch landen. In jedem Fall wirke der Klimawandel auf den burgenländischen Olivenanbau begünstigend, sagt Haider.

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