GmbH-Geschäftsführer: Drum prüfe, wer sich ewig bindet . . .

Auch Geschäftsführer können für Abgabenschulden haftbar werden.

Foto: Stefanie Salzer-Deckert / pixelio.de

Ein weiser Spruch, der nicht nur für Brautpaare seine Geltung hat, sondern auch dann, wenn man zum Geschäftsführer einer Gesellschaft berufen wird.


Zwar haften Geschäftsführer für die Abgabenschulden der vertretenen Gesellschaft grundsätzlich nicht selbst. Eine persönliche Haftung kommt aber dann in Betracht, wenn von der Geschäftsführung abgabenrechtliche Pflichten schuldhaft verletzt und infolge dessen die Abgaben nicht eingebracht werden können. In einem gewissen Umfang kann selbst ein neu eintretender Geschäftsführer für die Verletzung abgabenrechtlicher Pflichten seines Vorgängers zur Haftung herangezogen werden. Diesbezüglich finden sich in der Bundesabgabenordnung zwei wichtige Bestimmungen: Einerseits haftet ein Geschäftsführer für bestimmte Pflichtverstöße (etwa die Abgabe unrichtiger oder unvollständiger Steuererklärungen) seines Vorgängers, wenn er diese Pflichtverstöße erkennt und sie nicht nach Erkennen rechtzeitig der Abgabenbehörde anzeigt. Andererseits kann er auch für solche Pflichtverstöße herangezogen werden, die fortdauern, und daher auch dem neuen Geschäftsführer als eigene zurechenbar sind. Achtung, ein solcher fortdauernder Pflichtverstoß kann sich insbesondere ergeben, wenn eine fällige Abgabe nicht bezahlt wird. 

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