Wer keinen Unterhalt zahlen will, heiratet nicht

Bei der Scheidung gilt: Je weniger Einkommen der Partner hat, desto mehr Unterhalt bekommt er.

Foto: JMG / pixelio.de

Schon während der aufrechten Ehe haben Eheleute, die nichts oder deutlich weniger verdienen, ein Recht auf Unterhalt. Nach der Scheidung kommt es darauf an: Einvernehmlich kann man sich alles ausmachen, endet die Scheidung strittig, lässt sich vereinfacht sagen: Je weniger Verschulden einem Teil anzulasten ist und je weniger Einkommen dieser selbst hat, desto mehr Unterhalt wird er bekommen.

Die sogenannte „Durchhalteprämie“ gibt’s schließlich nach § 55 EheG für lange verheiratete Partner, die sich selbst nichts zuschulden kommen haben lassen und wo der andere die Scheidung nach mindestens drei Jahren aufgelöster häuslicher Gemeinschaft durchdrücken will: Ihnen winkt, ohne Verpflichtung in Zukunft selbst einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu müssen, künftig der gleiche Unterhalt wie in der aufrechten Ehe.

Von alledem können unfreiwillig getrennte Lebensgefährten nur träumen. Selbst wenn sie für die gemeinsamen Kinder zu Hause geblieben sind und auf eigene Karriere verzichtet haben, gebührt ihnen schon während der Beziehung rechtlich nichts und ab dem Tag danach ebenso wenig. Abhilfe dagegen kann nur der Trauschein bringen oder ein Partnerschaftsvertrag.

Unterhalt für Kinder: Kein Unterschied

Ob das Kind ein eheliches oder ein uneheliches ist, ist für dessen Unterhaltsanspruch ganz gleich. Voraussetzung bei unehelich geborenen Kindern ist nur, dass der Vater die Vaterschaft anerkannt hat oder dass diese gerichtlich festgestellt wurde.

Bei verheirateten Paaren wird der Ehemann automatisch als Vater angesehen und ist damit unterhaltspflichtig. 

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