Geschenkte Immobilien: Welche Gebühren werden fällig?

Im Kreis der Familie bleibt weiterhin der dreifache Einheitswert als Bemessungsgrundlage.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Regeln zur Grunderwerbsteuer haben sich mit Jahreswechsel geändert, wie GEWINN mehrfach berichtet hat. Doch wovon wird nun eigentlich die Grundbucheintragungsgebühr berechnet, wenn man in der Familie eine Immobilie geschenkt oder vererbt bekommt: vom Grundstückswert oder vom dreifachen Einheitswert? „Für den in § 26a Gerichtsgebührengesetz angeführten Personenkreis gilt auch weiterhin die Bemessungsgrundlage des dreifachen Einheitswertes, maximal jedoch 30 Prozent des Wertes des einzutragenden Rechts. Davon sind sowohl entgeltliche als auch unentgeltliche Vorgänge umfasst“, erklärt Notar-Partner Ulrich Voit (Öffentliche Notare Festl, Raeser & Partner). Diesbezüglich habe sich die Rechtslage nicht verändert.

Was die Gebühren des Notars betrifft, bleibt alles beim Alten – im Verlassenschaftsverfahren ebenso wie wenn die Immobilie Gegenstand eines Schenkungsvertrages wird. „Es könnte sich“, so Voit, „allenfalls ein erhöhter Aufwand zur Erhebung der Bemessungsgrundlage für die Selbstberechnung der Grunderwerbsteuer (Pauschalwert, Wert anhand Immobilienpreisspiegels bzw. Einholung eines Sachverständigengutachtens) ergeben.“ 

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