Immobilienertragsteuer: Bekämpfung im Einkommensteuerverfahren

In welchem Verfahren bekämpft man eine zu hoch angesetzte Immobilienertragsteuer?

Foto: Hornet83 - Thinkstock.com

Üblicherweise berechnet im Rahmen eines Grundstücksverkaufs der involvierte Notar oder der Rechtsanwalt die Höhe der Immobilienertragsteuer, behält sie ein und führt sie für den Verkäufer ab. Doch was, wenn Letzterer der Meinung ist, die Steuer sei zu hoch angesetzt oder es würde gar keine Steuer fällig? 

Bisher war unklar, wie man dies gegenüber der Finanz bekämpfen kann. Im Anlassfall, der nun vom Verwaltungsgerichtshof (VwGH) entschieden wurde, ging es um einen gemeinnützigen Verein, der ein Grundstück verkauft hatte und der Meinung war, der Verkauf sei steuerbefreit. Der VwGH entschied (Ro 2015/15/0005 vom 26. 11. 2015), dass dafür ausschließlich das Verfahren der Veranlagung zur Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer zur Verfügung steht. Denn hier ergeht der Jahreseinkommen- bzw. -körperschaftsteuerbescheid der Verkäufer und hier wird auch über die gesetzmäßige Höhe einer anfallenden Immobilienertragsteuer entschieden. 

Dies gilt für Grundstücke aus dem Privatvermögen wie aus dem Betriebsvermögen. 

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