Froschquaken in der Nachbarschaft

Quakende Frösche in einer Wohnanlage namens „Seepark“ sind zu dulden, so der OGH.

Foto: Hans Ulrich-Ansebach – Thinkstock.com

Im Biotop des Beklagten hatten sich Frösche angesiedelt, die im Frühsommer auf dem Nachbargrundstück zu hören waren. Die Nachbarin klagte ihren Nachbarn auf Unterlassung der Immission des Froschquakens.

In der als „Seepark“ beworbenen großen Anlage befinden sich in der Umgebung auch ein großer Schwimmteich und mehrere Biotope. Festgestellt wurde, dass sich vier Nachbarn durch das Froschquaken nicht beeinträchtigt fühlen, zwei Nachbarn schließen mitunter das Fenster, und eine weitere Nachbarin hält sich nicht im Freien auf, wenn die Frösche laut quaken. Bei der Bauverhandlung wegen des Biotops des Beklagten im Jahr 1997 hatte die Klägerin zwar ihre Befürchtungen hinsichtlich Undichtheit und Belästigung durch Insekten und Frösche geäußert, sich seither beim Beklagten aber nie beschwert. Ob dieses im Lauf der Zeit zugenommen hat oder gleich geblieben ist, war nicht feststellbar.

Der OGH (6 Ob 33/15v, 19. 3. 2015) sah aber das nach den konkreten örtlichen Verhältnissen samt Entstehungsgeschichte gewöhnliche Maß nicht überschritten und bestätigte daher die Abweisung der Klage durch die Vorinstanzen. 

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.