Unvollendete Tattoos

Eine Frau, die auf ihrem Rücken bereits drei Tattoos von verschiedenen Tätowierern hatte, beauftragte einen weiteren Tätowierer mit deren Überarbeitung („Cover-up“).

Foto: Ryan McVay – Thinkstock.com

Um 1.000 Euro sollte eine Elfe eingefärbt und ein farbiger Baum dazu tätowiert werden. Nach der zweiten Sitzung wollte der Mitarbeiter die Arbeit aber nicht mehr fortsetzen. Es kam zu einem Streit, die Kundin wurde aus dem Tattoo-Studio verwiesen. Sie klagte auf Ersatz von 7.200 Euro an Kosten für eine Laserbehandlung zur Entfernung der beim Beklagten vorgenommenen Tätowierungen.

Ohne Erfolg. Der OGH (4 Ob 34/18f) führte aus, dass der Nichterfüllungsschaden aus der unterbliebenen Vollendung der von der Klägerin beauftragten Tätowierung in den Kosten für die Fertigstellung des Cover-up besteht. Diese Kosten machte sie aber ausdrücklich nicht geltend. Die von ihr begehrten Entfernungskosten stehen ihr nicht zu, weil vor Vollendung und Ablieferung des hier einheitlichen Werks keine Gewährleistungsansprüche geltend gemacht werden können. Die erbrachten Leistungen waren überdies mängelfrei.

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