Verdeckte Gewinnausschüttung: Wer zahlt KESt nach?

Grundsätzlich muss der Gesellschafter die KESt abführen, die GmbH nur in Ausnahmen.

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Verdeckte Gewinnausschüttungen sind Fälle, in denen eine GmbH ihrem Gesellschafter nicht fremdübliche Vorteile zuwendet – etwa ein unverzinstes Darlehen gewährt oder die private Räumlichkeit des Gesellschafters zu teuer anmietet. Werden sie bei Betriebsprüfungen aufgedeckt, werden zu hohe Aufwendungen gewinnerhöhend neutralisiert oder zu geringe Erträge gewinnerhöhend hinzugerechnet. Dazu werden 25 Prozent Kapitalertragsteuer vorgeschrieben.

Doch ist die KESt der Gesellschaft oder dem Gesellschafter oder beiden vorzuschreiben? - Aus dem Gesetzeswortlaut wurde nun abgeleitet, dass die KESt dem Gesellschafter vorzuschreiben ist. Der GmbH selbst sei sie mittels Haftungsbescheid nur ausnahmsweise vorzuschreiben, und das müsste besonders begründet werden. Beispielsweise dann, wenn der Gesellschafter insolvent ist oder mehrere Gesellschafter die KESt schuldig sind (Verwaltungsökonomie). GmbH-Gesellschafter müssen wegen der neuen Rechtsansicht des Bundesfinanzgerichts vermehrt mit KESt-Bescheiden rechnen. 

GEWINN verwendet Cookies um die Website möglichst benutzerfreundlich zu gestalten und Ihnen damit den bestmöglichen Service zu gewährleisten.
Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.